Mein Motto für 2024

Jan 15, 2024

Bei Herrn Mess und Jan-Martin habe ich von ihrem Aufruf zu einer Blogparade zum Thema "Mein (schulisches) Motto für 2024" gelesen.

So richtig motiviert bin ich nicht ins neue Jahr gestartet. Das letzte Jahr war einfach zu viel. Zu viel an Themen, zu viel an Konflikten, zu viel Spagat zwischen Arbeit und Freizeit, zu viel an Problemen, zu viel an Aufgaben, zu viel dies, zu viel das.

Weniger von allem wäre ein schöner Vorsatz. Aber das alleine ist es nicht. Denn die große Bandbreite an Themen wird dadurch nicht weniger, und manches ist auch einfach nur durcheinandergeraten. Was ich eigentlich möchte, ist mal so richtig aufzuräumen, mich neu zu sortieren, manches wieder an seinen rechten Platz schieben und die schönen Dinge ins Zentrum rücken.

Mein Motto lautet daher: Aufräumen.

Bücher 2023

Jan 02, 2024
  • Stefan Kühl: Laterales Führen
  • Hannah Arendt: Macht und Gewalt
  • José Amillo, Josefina Rodríguez de Aldecoa et al.: El comienzo del viaje
  • Trevor Wye: Proper Flute Playing
  • Terry Pratchett: Gevatter Tod (Mein erstes aus der Scheibenwelt und sicherlich nicht mein letztes.)
  • Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrig blieb
  • Nick Hornby: High Fidelity
  • Peter Schickele: Die endgültige Biographie des P. D. Q. Bach - Ein Leben gegen die Musik

Mehrstimmig üben

Okt 01, 2023

Früher:

Erste Stimme auf Kassette aufnehmen, dann zweite Stimme dazu spielen.
Vorteil: Man kann die aufgenommene Stimme wirklich, weil man sich bei der Aufnahme 19mal verspielt hat und erst beim 20. Mal alles richtig lief.
Nachteil: Nicht mit jedem Stück machbar, da zeitaufwändig (19mal verspielt...)

Heute:

Stück bei Youtube oder Spotify suchen. Wählen aus verschiedenen Tempi, Klavier oder Violine oder Flöte als Begleitinstrument oder warum nicht gleich das vollständige Arrangement?
Vorteil: Mit einem Orchester über Kopfhörer bei Highland Cathedral an Lautstärke mithalten. 🎶😎
Nachteil: Tinnitus, weil man bei der Lautstärke mitgehalten hat.

Mathe mit ChatGPT

Aug 12, 2023

In einer der letzten Stunden habe ich mit einer 11. Klasse ChatGPT im Matheunterricht ausprobiert. Die Fragestellung für die Stunde lautete: "Wie kann man ChatGPT zum Lernen für Mathe nutzen? Und speziell für Differenzialrechnung?"

Schülerideen waren:

  • Rechenaufgaben stellen lassen
  • Rechenaufgaben lösen
  • Fachbegriffe erklären lassen
  • einen Lernplan zur Vorbereitung auf eine Klausur/auf die Abiturprüfung erstellen

Danach ging es ans Ausprobieren. Die Prompts und Ausgaben wurden anschließend vorgestellt und beurteilt. Wesentliche Probleme waren für die Schülerinnen und Schüler dank monatelanger intensiver Auseinandersetzung mit der Differenzialrechnung offensichtlich: Die Matheaufgaben waren teilweise sehr einseitig ("Bestimme die Ableitung", "Berechne die Extrempunkte"), es gab viele Fehler in den Lösungen (konstanter Summand im Funktionsterm taucht auch in der Ableitung auf, trotz mehrfacher Promptanpassung) und in den Erklärungen wurden Begriffe verwendet, die deutlich über das Kerncurriculum hinausgehen.

Banal ist aus meiner Sicht die Erkenntnis, dass man zur angemessenen Nutzung von ChatGPT deutliches Hintergrundwissen benötigt, um die Ergebnisse zu beurteilen und die Prompts anzupassen. Ebenso wenig überraschend war, dass ChatGPT als Neuronales Netz, das Sprache imitiert, kein Mathe "kann" (dafür gibt es Taschenrechner und Wolfram Alpha). Schön war, das mit den Schülern zu analysieren und so das gesamte Thema zu wiederholen (statt nur Rechenaufgabenzu lösen).

Ich nehme nun ein Werkzeug mit, dass mir für das neue Schuljahr jede Menge Material zur Fehlersuche generiert.