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Sprintstudium Modul 9 – 2. Tag

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Eigentlich stimmt der Titel nur zeitlich, denn wir waren heute nicht in der Uni, sondern beim Tag der Informatiklehrerinnen und -lehrer, kurz TILL, der dieses Jahr in Göttingen im Hainberg-Gymnasium stattfand. Nach der Begrüßung durch den Vorstand der GI-IBNB (Lehrergruppe der GI für Niedersachsen und Bremen) und durch den Schulleiter folgte Herr Modrows Vortrag „Macht Informatik Freude?“. Als Antwort darauf folgte im zweiten Vortrag eine Präsentation von interaktiven Spielideen mit Scratch einerseits und Smartphone, Lego WeDo, XBox Kinect, Makey Makey, Arduino und Picoboard als Eingabegeräte. Im zweiten Workshop hatte ich die Möglichkeit, solche Spielideen mit Hilfe der Android App „Scratch Sensors“ mal auszuprobieren. Ich kann mir auch gut vorstellen, das ein oder andere sensorgesteuerte Spiel in meiner AG umzusetzen, da hier nur wenige Kosten, wenn überhaupt, anfallen.
Im ersten Workshop ging es um Informatik mit Minecraft.Edu. Hier sehe ich das Problem, dass, wenn nicht gerade viele Schüler eine eigene Minecraft-Lizenz besitzen, diese recht teuer erworben werden müssen.
Morgen ist der allerletzte Tag im Sprintstudium.

till 2012 – Vortrag Nr.1

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Der erste Vortrag handelte von der Einbettung des Bremer Masterplans zur Medienbildung, Redner war Dr. Rainer Ballnus. Er begann mit einem Hinweis auf die gerade erst (am 8.3.12) erschienene KMK-Erklärung zur „Medienbildung in der Schule“. Dann folgte ein Vergleich der Medienwelt von Kindern und Jugendlichen im Jahre 1973 und heute. Ausgangspunkt war die erste Folge der „Sesamstraße“. Heute ist die Sesamstraße eine Kinderserie, deren Bildungsgehalt allgemein anerkannt ist. 1973 war man da noch anderer Meinung. Da wurde von einer Gefahr für die Kinder gesprochen. Schließlich war sie die erste Sendung speziell für Kinder. In der Zeitung beschwerte sich eine Mutter, deren Sohn Mülltonnen umwarf, in der Hoffnung, Oscar zu finden. In Bayern wurde die Sendung erst fünf Jahre später ausgestrahlt, denn mit dem in der Serie mitwirkenden „Neger“ (sic!) könnten sich die Kinder nicht identifizieren noch würde ein solcher in ihrer eigenen Nachbarschaft wohnen (zunächst wurden nur die amerikanischen Folgen für den deutschen Markt übersetzt, bevor hier eigene Folgen gedreht wurden). Und von Hentig behauptete, dass die Kinder so wenig lernen würden, das sei kein Grund zum Freuen.

Einige Medien (z.B. der Spiegel) griffen auch positive Punkte auf, zum Beispiel die Förderung des Fernsehens, besonders des Vorschulfernsehens, als eine Alternative zu den fehlenden Kindergartenplätzen und die Förderung gleicher Voraussetzungen für den Schulanfang.

Mit Blick auf die Facebook-Debatte sahen wir den Film „The Social Media Revolution 2011“. In der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen nehmen die Social Media einen hohen Stellenwert ein.

Die Ergebnisse einer Umfrage zeigen aber eine deutliche Kluft zwischen der Mediennutzung zu Hause und in der Schule. Auf die Frage, wofür Medien in der Schule genutzt werden, antworteten Lehrer:

  1. Zur Recherche
  2. Office-Programme zum Schreiben und Referate halten

Und die Antworten darauf, warum die Lehrer in ihrem Unterricht keine Medien nutzten:

  • es gibt keinen Internetzugang
  • es gibt nicht genügend digitale Medien
  • Fachräume müssen rechtzeitig gebucht werden
  • es gibt keinen Bedarf (Sport, Musik, und mwas mich überraschte: Mathe)
  • die Klassen sind zu groß
  • Support fehlt
  • die Lehrer fühlen sich nicht kompetent genug, es fehlen Fortbildungen
  • die Schüler sind überfordert

Der Bremer Masterplan sieht nun die Steuerung der Ausbildung, der Fortbildungen, des Supports, des Materials auf Plattformen und der Bildungspläne vor. (Was für eine Überraschung!) Dabei soll berücksichtigt werden, dass es nach der Einführung des Masterplans zunächst zu einer Abnahme des Erfolgs kommen wird und erst danach eine Steigerung der Mediennutzung im Unterricht sowie eine damit verbundene Optimierung erfolgen kann.

Als Abschluss diente ein Film über das „Buch im Mittelalter“ (den ich großartig finde!).

Eigentlich gab es hier im Prinzip keine neuen Erkenntnisse. Aber die Filme und die Hintergründe zur Sesamstraße waren wirklich interessant.

till 2012

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Kategorie: Informatik | Tags: ,