Quelle: Internet

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Die Spam-Kommentare nehmen Überhand, es wird also Zeit für einen neuen Beitrag, sozusagen der Spamverhinderungsbeitrag. Wir sind also wieder bei G9 (Juchu!) und wir bieten wieder Klassenfahrten an (Juchu!). Und wir haben immer noch keinen Informatikunterricht (Ooooooh!).

Aber ich bin gerade wieder in einer 5. Klasse mit meiner Informatik-AG. Dort ging es neulich um die Frage, woher eigentlich der Computer weiß, dass 7+8=15 ist. Ein bisschen naiv, die Frage, nunja. 5. Klasse eben. Als Schülerantwort kam vor allem, dass der Computer die Informationen aus dem Internet bezieht. Oder dass Menschen dem Computer schon alles beigebracht (i.e. eingespeichert) haben. Große Datenbanken also. Das ist also die Vorstellung, die Kinder (und sicherlich auch viele Erwachsene) von Computern haben. Etwas irritierend war dann wohl mein Hinweis, dass das, was sich die Schüler unter dem Internet vorstellen (nämlich das „WWW“), erst seit knapp 1990 existiert, Computer aber schon seit ca. 1950. Dass also der Computer 40 Jahre lang seine Informationen ohne das Internet bezogen haben muss. Schüler so: WAAAAS? Seit wann gibt es denn Google? Instagram? WhatsApp? Nicht schon seit 1890 (!)? Wie kann ein Schüler also diesen Konflikt lösen?

Der Computer muss das wohl von ganz allein lösen können. So kamen wir also zu den Prozessoren und der Frage, was sich hinter dem schwarzen Kasten (vulgo: Rechner) verbirgt, wenn der Prozessor gerade mal in eine Handfläche passt, aber noch so viel Platz übrig ist. Ob Laptops auch einen Lüfter besitzen? Und Smartphones?

Ich denke, da sind viele Gedanken angestoßen worden, gemessen an der Zahl der Fragen, die gestellt wurden. Und mir bestätigt dies, dass Informatik in Klasse 5 durchaus Sinn macht. Mir genügt schon, dass die Kinder nach einem halben Jahr den Nutzen der Installation eines Treibers erkennen und dass der Rechner eben selbst rechnet, und der Browser nicht das Internet ist. Damit durchschauen sie wenigstens die Grundzüge des Rechners und vermuten nicht die hintergründige Zauberhand.

Nun werde ich also zum ersten Mal Zehnjährigen ein Assembler-Programm vorstellen.

Kategorie: Computer, Schule

2 Kommentare zu “Quelle: Internet

  1. Danke für die erfrischenden Einblicke in diese für mich ferne Welt der 5. Klasse. Es ist erstaunlich, wie gering das technische Verständnis in diesem Alter ausgeprägt ist und ich bin froh, dass du dies im Unterricht thematisierst. Vielleicht könnte ein Einplatinencomputer wie ein RaspberryPi oder ein Einblick in einen physikalischen Rechner das be“greifen“ erleichtern. Dort kann man die Komponenten noch sehen und identifizieren.

    Es gab da einen schönen Tweet von @dahl, der eine große Darstellung des Pis zeigt.

    PS
    Es wäre toll, wenn man Folgekommentare in deinem Blog abonnieren könnte.

    • Danke für den Tipp mit dem RaspberryPi und dem Plakat dazu! Das werde ich mir mal überlegen.

      Anscheinend gibt es die Möglichkeit zum Abonnieren der Folgekommentare nur als Plugin. Ich werde mich da mal in den Ferien umsehen.

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