c’t für den Unterricht – Ausgabe 12-2013

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Diesmal ist sogar etwas für die Lateinlehrer dabei! Überhaupt gefiel mir diese Ausgabe besonders gut, wie man an der Anzahl der hier ausgewählten Artikel sehen kan. Los geht’s!

„Computerspiel-Studium“ [S.51]:
– geeignet für: Sek 2
– Oberthema: Studienwahl
– Ich bin ja der Meinung, dass man sich nicht zu schnell spezialisieren sollte, also dass man eher ein reines Informatikstudium absolvieren sollte als ein Bindestrichstudium (Wirtschafts-, Bio-, Rechts-, Theater-Informatik), denn dann kann man durch selbst gewählte Veranstaltungen oder Nebenjobs seinen Schwerpunkt und einen zukünftigen Arbeitsplatz finden. Dennoch finde ich einen Überblick über besondere Studiengänge auch sinnvoll, falls für den ein oder anderen schon klar ist, dass man in der Richtung arbeiten möchte oder um diverse Arbeitsmöglichkeiten kennenzulernen.

„Fischaugen-Ex“ [S. 66] + „Typfrage“ [S.102-109]:
– geeignet für: Sek1 /Sek 2
– Oberthema: Bildbearbeitung
– Welche Effekte können beim Fotografieren und Filmen auftreten? Welche Veränderungen sind für welchen Zweck erwünscht?
– Korrekturmöglichkeiten (Rote Augen, Schärfen/Weichzeichnen), „Quatsch“-Änderungen (z.B. Ölfarbdarstellung, Verzerrungen, Schwarz-Weiß-Fotos, Vergilbung)
– Wie könnte ein Algorithmus aussehen, der diese Änderungen durchführt?
– Hinweis: Im ersten Artikel geht es um das Rückgängigmachen des Fischaugeneffekts in Videos, das erhöht natürlich die Komplexität im Vergleich zu einzelnen Bildern. Dennoch könnte hier nützlich sein, dass die Analyse eines Bildes auf mehrere ähnliche Bilder übertragbar sein sollte. Dafür bietet der zweite Artikel eine sehr ausführliche Übersicht über verschiedene bekannte Bildbearbeitungsprogramme (u.a. Gimp und Photoshop Elements).

„Sind wir Cyborg?“ [S.74-76]:
– geeignet für: Sek 1/Sek 2
– Oberthema: Wearables (s. Hinweis)
– Was sind Wearables? Welche Vor- und Nachteile haben sie? Welche Konflikte bestehen zum Datenschutz? Wie werden Wearables den Schulalltag verändern (typische Lehrerfrage)?
– Hinweis: Dies ist ein ein Leitartikel für zwei daran anschließende Artikel zum Thema „Smartwatches“ und Aktivitätstracker“. Leider ist dies kein wirklicher Übersichtsartikel über Wearables (und das ist auch sein großer Schwachpunkt), sondern hauptsächlich über Google Glasses. Dennoch gibt er gute Hinweise zum Schwachpunkt Datenschutz und zum LilyPad. Als ein Beispiel für Wearables hatte ich im Paderborner Computermuseum (HNF) eine für z.B. Bergsteiger sehr nützliche Jacke mit eingebautem GPS gesehen, durch das man im Notfall den Bergsteiger leichter finden sollte.
– Sollte das Material vorhanden sein, wären eigene Wearable-Projekte mit dem LilyPad sicherlich eine für Schüler sinnvolle Idee und könnten auch für Facharbeiten ausreichend Forschungsmöglichkeiten bieten.

„Persönliche Note“ [S.142-146]:
– geeignet für: Sek 1/Sek 2
– Oberthema: Internethandel
– Motto: Baue dir dein eigenes Müsli/deine eigene Hose/dein eigenes Parfum. Was bisher für Pizzabestellungen und Autokäufe galt, wird nun auch für andere Bereiche angeboten.
– Ideen: Programmieren eines Pizza-Applets, das zum Schluss den Preis der Bestellung angibt (dazu: manche Lieferservices liefern nur ab einem bestimmten Mindestpreis in entlegene Orte); Abwandeln in Bonbon-/Limonaden-/Früchtetee-/Coktail-Mischung-Applets.
– Preisvergleich eigene Mischung vs. fertige Mischung
– Mathefragen: Wie viele Kombinationen sind möglich? Wie viele identische Bestellungen erwartet man? Ist die Untersuchung von myMüsli (im Text erwähnt) typisch?
– Ein QR-Code-Hersteller deckt seine Kosten dadurch, dass die Codes an einen T-Shirt-Bedrucker weitergeleitet werden. Welche Vorteile hat Letzterer dadurch? Was bedeutet das für den Nutzer des QR-Code-Dienstes?
– Besonders für die ersten Programmiererfahrungen sind die unterschiedlichen Dienstleistungsideen gut verwendbar.

„Zwischen den Stühlen“ [S.148-151]:
– geeignet für: Lehrer als Administratoren
– Oberthema: Admin-Haftung
– Hier gehts es darum, welche Risiken für Admins bestehen und wie man damit umgehen sollte. Ein sehr wichtiges Gebiet für Informatiklehrer, die meistens als Admins eingesetzt werden.

„Von Körpern und Kräften“ [S.182-189]:
– Geeignet für: Sek 2
– Oberthema: Vielkörpersimulation
– In diesem Artikel geht es zunächst um die historischen Etappen und die mathematisch-physikalischen Grundlagen eines berühmten Problems: Wie wirken Gravitationskräfte zwischen mehr als zwei Körpern? Im zweiten Teil wird auf die Simulierung eingegangen. Insofern ist hier ein Fächerübergriff besonders sinnvoll. Auch Latein kann hier als Fachsprache des 17. Jahrhunderts eingebaut werden, denn Newtons Lösung für zwei Körper kann man im Original im Internet nachlesen.
– Sinnvoll ist dieses Thema vor allem für besonders physikalisch interessierte Schüler, sei es in einem Leistungskurs oder in einer Facharbeit.

„Online als Erzählform“ [S.190]:
– geeignet für: Sek 1/Sek 2
– Oberthema: Multimediale Reportagen
– Die beiden Webreportagen „Arabellion“ und „Snow Fall“ werden kurz vorgestellt.
– Sicherlich nicht nur für Informatik, sondern für alle anderen Fächer und fächerübergreifend geeignet, als Beispiel für den Medieneinsatz.

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