Archiv für den Monat: März 2013

Stundenrückblick

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Es gibt diese Stunden, in denen ich mich ärgere. Weil Schüler den Unterricht durchgehend stören. Oder weil wieder so viele die Hausaufgaben vergessen haben. Oder weil das Thema doch nicht so schnell verstanden wurde und ich kleinschrittiger vorgehen muss und ich in meinen Panikmodus verfalle, weil ich womöglich nicht alles bis zum Schuljahresende schaffe. Oder weil meine Rolle als Lehrer in Frage gestellt wird.
Neulich stellte ich einer Klasse den groben Aufbau der nächsten Klassenarbeit vor. Es sollte einen zehnminütigen Kopfrechenteil und einen mit dem Taschrechner zu bearbeitenden Teil geben. Nun begann in dieser Klasse eine Diskussion darüber, was in der Arbeit enthalten sein solle, wie lange die Arbeit dauern solle und ob es nicht unfair sei, dass die Schüler, die für den Kopfrechenteil weniger Zeit benötigten, für den zweiten Teil mehr Zeit als die anderen hätten. Über diese Diskussion ärgerte ich mich, weil die Schüler mir die Gestaltung der Klassenarbeit aus der Hand nahmen. Und Klassenarbeiten gestalten ist nun mal meine Aufgabe. Ich bestimme, was darin abgefragt wird und wie lange sie dauert. Dafür werde ich schließlich bezahlt. Wo kämen wir denn dahin, wenn die Schüler ihren eigenen Klassenarbeiten mitbrächten. Ich beendete also die Diskussion kurz damit, dass ich eben die Klassenarbeit nach meinen Vorgaben schreiben lasse. Punkt. Eigentlich war ich, kurz nachdem die Klasse sich weder beruhigt hatte, ganz zufrieden, denn ich hatte ohne viel zu zögern eine Entscheidung für meine Vorgaben getroffen.

Im Nachhinein ärgere ich mich nun doch wieder. Klar, ich war standhaft geblieben. Aber war mein Umgang mit der Diskussion richtig? Hätte ich ihre Zweifel nicht anders nutzen können? Schließlich kennen sich Schüler mit Klassenarbeiten gut aus, dass sie deren Aufbau angemessen beurteilen können.
Ich überlege, ob nicht Folgendes besser gewesen wäre:
Statt über die mögliche Aufgabenverteilung zu diskutieren, fordere ich die Schüler auf, in Gruppen eine Klassenarbeit nach ihren Vorstellungen zu entwerfen (natürlich mit Lösungen). Dabei weise ich auf die verschiedenen Anforderungsbereiche hin, die abgedeckt sein müssen (Vorgaben von „oben“). Diese Probeklassenarbeiten werden in der nächsten Stunde zum Üben verteilt (in Klarsichthüllen, auf denen man mit wasserlöslichen Folienstiften schreiben kann). Aus ihnen ziehe ich die Hälfte der Aufgabenstellungen (es dürfen nicht die gleichen Zahlen sein) in meine Klassenarbeit hinein. Anschließend gibt es ein gegenseitiges Gruppenfeedback über ihre Klassenarbeitsentwürfe (Dauer, Schwierigkeit, Fehler etc.). Dadurch erhoffe ich mir eine bessere zeitliche Einschätzung meiner Klassenarbeit und eine höhere Motivation in der Wiederholungsphase für die Arbeit.
Probleme können sein, dass die Schüler die Wichtigkeit mancher Aufgaben nicht durchschauen, dass sie sich die leichten Aufgaben auswählen, dass sie durch ihre Aufgaben die anderen Schüler überfordern und womöglich auch zu viele Fehler einbauen, weil sie selbst noch nicht gut mit dem Thema zurechtkommen.

Kategorie: Schule | Tags: , ,

Elf

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Hab ein Blogstöckchen von Hokey bekommen, mein allerallererstes! Da musste ich mir erstmal die Artikel meiner Vorgänger durchlesen, um zu wissen, was mich erwartet und was von mir erwartet wird.

Stöckchen – mode d’emploi, Reihenfolge unbedingt einzuhalten:

  1. Nenne den Stöckchenwerfer.
  2. Beantworte die elf Fragen des Stöckchenwerfers.
  3. Erzähle elf Dinge über dich.
  4. Entwirf elf Fragen, die der nächste beantworten soll.
  5. Wirf das Stöckchen an den nächsten Blogger.

Okay, los geht’s!

1) Geworfen hat, wie ich schon erwähnt habe, Hokey mit seinem Blog „Kreide fressen“.

2) Seine elf Fragen und meine Antworten:

  1. Welchen Musikstil bevorzugst du?
    Ich hör im Prinzip alles. Außer HipHop, Techno, Dance, Trance, Schlager, Jodeln…
  2. Kannst du tanzen?
    Ich behaupte mal, ja.
  3. Und wie sieht’s aus mit Kochen?
    Ja.
  4. Welches Buch steht oben links im am nächsten stehenden Bücherregal?
    Sofies Welt von Jostein Gaarder
  5. Lieber ein papierenes Buch oder den E-Reader?
    Papier. Für den E-Reader gibt es nicht die Bücher, die ich lesen möchte.
  6. Spielst du eigentlich ein Instrument?
    Fingertrommeln auf dem Tisch. Früher auch Klavier und Blockflöte.
  7. Karnevalszeit: Sieht man dich dann eher mit Clownsnase oder ohne?
    Das heißt hier : Faslaaaaaam!!! Und: definitiv ohne!
  8. Wenn ich dich in ein international bekanntes Fast-Food-Restaurant einlade, würdest du mitkommen (und etwas essen ;-) )?
    Ja.
  9. Heute schon ein Backup gemacht?
    Jein. Das Wichtigste oder Veröffentlichbare läuft über SugarSync, der Rest wird wöchentlich auf einer externen Festplatte gesichert.
  10. Welche Biersorte trinkt man in deiner Gegend?
    In der nächsten größeren Stadt Holsten und Astra. Hier in der Gegend weiß ich nicht, ob es da noch spezielle Sorten gibt.
  11. Welche Helden hattest du in deiner Kindheit?
    Pippi Langstrumpf. Und meine Oma.

3) Elf Dinge über mich:

  1. Mein Büro ist erst wieder zu Ferienbeginn aufgeräumt (da fällt mir ein: übermorgen ist wieder Ferienbeginn…).
  2. Ich sehe gerne Serien im Fernsehen und kaufe die besten anschließend auf DVD.
  3. SnuggieÄrmeldecken-Nutzerin.
  4. Ich vermeide feminine Endungen zugunsten der Tippfaulheit.
  5. Ich zeichne, male und schreibe lieber auf Papier als auf dem iPad.
  6. Ich mag meinen Schulweg, weil der so kurz ist, dass
  7. ich „Frühstück bei Stefanie“ auf NDR2 noch beim Frühstücken hören kann.
  8. Ich lese nicht nur ein Buch zur Zeit.
  9. Aber seit längerem lese ich „Cryptonomicon“ von Neal Stephenson.
  10. Lieblingssportart: Karate.
  11. Wollte diesen Vormittag eigentlich zum Informatiklernen nutzen.

4) Meine elf Fragen:

  1. Deine erste Tasse am morgen: Tee oder Kaffee?
  2. Bist du Gebrauchsanleitung-Leser? Wenn ja, vor oder nach der Erstinbetriebnahme?
  3. Wo ist dein Lieblingsarbeitsplatz?
  4. Was hast du zuletzt gekocht?
  5. Welches Computerspiel würdest du am liebsten deinen Kindern oder Schülern zeigen?
  6. Schokolade: dunkel oder hell?
  7. Wie viele Zimmer hat dein Haus / deine Wohnung?
  8. Welche Sprache würdest du als nächstes lernen wollen?
  9. Wie schaust du Filme am liebsten: auf DVD oder im Kino?
  10. Ist das Glas halb voll oder halb leer?
  11. Was war dein schlechtestes Fach in der Schule? Mit welcher Note?

5) Und ich werfe das Stöckchen weiter an Herrn Rau. Andere dürfen aber auch gerne antworten. 😉

Kategorie: Diverses

Sprintstudium Modul 5 – 3. Tag

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Liebe Grüße an die letzte Reihe – ihr seid großartig!

Der dritte Tag war geprägt von vielen Vorträgen. Zum einen ging es um SQL mit Java, zum anderen um das Thema Datenschutz. Und das neue Kerncurriculum, noch in der Anhörfassung, wurde vorgestellt. Die einzige Übungsphase war, als wir eine Unterrichtseinheit zum Datenschutz entwickeln sollten. Ich persönlich mag solche Übungsunterrichtseinheiten nicht so gerne, wenn ich keine konkrete Klasse mit ihrem Vorwissen und Wünschen kenne. Dennoch, die Idee könnte ich vielleicht mal brauchen. Außerdem war es die einzige Praxisphase heute.
Naja, nun freue ich mich auf ein heißes Bad. Und danach werde ich etwas SQL üben, das war ein richtiges Highlight in diesem Modul!

Sprintstudium Modul 5 – 2. Tag

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Wenn der Apfel noch gut wäre, wäre er nicht nur angebissen worden.

Ich kämpfe gerade nicht nur mit einer Erkältung, sondern auch mit den Normalformen und den ER-Diagrammen. Modellierung ist zwar super für die Schule, ist mir aber zu anschaulich. Ich mag es lieber etwas abstrakter. Dafür gab es aber eine sehr gute Einführung in dynamische Webseiten mit PHP und Datenbanken. Dabei ging es nicht darum, PHP zu lernen, sondern zu verstehen, wie z.B. eine Suchanfrage bei Amazon verarbeitet wird. War für mich das Highlight heute. Morgen wird es dann hauptsächlich um Datenschutz gehen.

Sprintstudium Modul 5 – 1. Tag

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Neues Modul, neues Thema, neue Klausur.
Die Klausur zur Theoretischen Informatik fand ich nicht so schlimm wie die letzte, über Technische Informatik. Trotzdem habe ich die auch bestanden. Und auch mein Compiler war in Ordnung. Also alles prima.
Das neue Thema lautet „Datenbanken & Informatik und Gesellschaft“. Es soll dabei auch um Datenschutz gehen, also ein Thema, das in der Sek 1. nicht nur im Informatikunterricht vorkommt.
Heute haben wir SQL kennengelernt. Scheint mir eine sehr angenehme Sprache zu sein. Hat richtig Spaß gemacht, im Tutorial auf dem hessischen Landesserver die ersten Abfragen zu programmieren.
Morgen werden wir auch die Tabellen bearbeiten und etwas mit PHP und Java spielen.

Meine Lernreihenfolge

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Heute bin ich mit dem letzten Teil, der Probeklausur zur Theoretischen Informatik, fertig geworden. Zeit für einen kurzen Rückblick über mein Lernen.

1. Im Modul vom Thema zum ersten Mal gehört. Kritzle Notizen. Versuche, wenigstens eine der angebotenen Aufgaben zu lösen. Finde aber nicht genug Ruhe. Irgendwo in der Mitte verliere ich den Anschluss.

2. Zu Hause erstmal mit dem Buch versucht, das zentrale Thema zu bestimmen. Dadurch klärt sich, was eine Grammatik ist, was das Pumping Lemma ist, was reguläre Ausdrücke sind, was die Chomsky-Hierarchie ist und was die zentralen Fragen der Formalen Sprachen sind. Halte diese Informationen in Schönschrift und bunt fest.

3. Nun beginne ich, lektionsweise (nach dem Modulplan) mit dem Buch und den Folien aus dem Modul, meine Notizen durchzuarbeiten. Ein Skript entsteht, in Schönschrift und bunt, mit vielen Kästchen und Pfeilen. Habe ich den Inhalt verstanden, bearbeite ich die Aufgaben aus dem Modul. Schwierigere Themen (Umwandeln eines NEA in einen DEA. Minimieren eines DEA) werden bunter und kleinschrittiger dargestellt. Ich hab endlich den Überblick über alle Themen.

4. Programmiere den LOGO für Arme-Compiler. Verstehe langsam das Prinzip des Kellerautomaten.

4. Bearbeite die Aufgaben im Buch, wieder lektionsweise, durch. Manches läuft, ohne das ich im Skript oder im Buch nachsehen muss, anderes muss ich nochmal nachlesen.

5. Nun kommen die Abiaufgaben dran, die uns die Dozentinnen zur theoretischen Informatik zusammengestellt haben. Diesmal geht es nicht mehr lektionsweise, sondern durcheinander. Stelle fest, dass ich die Chomsky-Hierarchie gar nicht mehr auswendig lernen muss, da ich die inzwischen so oft wiederholt habe.

6. Gehe die Themenliste für die Klausur durch. Merke, dass ich mir nur noch drei Punkte nochmal im Skript durchlesen muss. Das reicht schon.

7. Bearbeite die Probeklausur. Stelle zufrieden fest, dass ich die Aufgaben (bis auf ein paar klitzekleine Details) vollständig lösen kann.

Zusammenfassend habe ich das Skript nur einmal vollständig gelesen, dann nur noch in den Problemfeldern, und zum Schluss gar nicht mehr. Dafür Aufgaben, Aufgaben, Aufgaben. Und Wiederholung.

Kategorie: Computer, Informatik