Archiv für den Monat: März 2012

Tests des Auswärtigen Amts

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Das Auswärtige Amt bietet zur Vorbereitung auf die Bewerbung auf einen Beruf im Auswärtigen Dienst einige Tests aus früheren Auswahlverfahren an. Da kann man seine Kenntnisse zu Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch, Arabisch) testen, sein Allgemeinwissen überprüfen und sein Wissen über politische und rechtliche Kenntnisse bewerten lassen.

Die Sprachentests bestehen aus Lückentexten zum Vokabular und zur Grammatik. Beispielsweise geht es in Französisch um Fragewörter, Präpositionen, Konjugation und Pronomen.

Für den mittleren Dienst: (nur Englisch; mit Leseverstehen)

Für den gehobenen Dienst: (tw. mit Leseverstehen und Übersetzung)

Für den höheren Dienst: (tw. mit Übersetzung)

Für den höheren Dienst müssen auch Fachprüfungen in den Bereichen Allgemeinwissen, Völker-/Europa-/Staatsrecht, Geschichte und Politik sowie Wirtschaft abgelegt werden. Ein Lösungsbogen befindet sich ebenfalls auf der Seite. Zu den Sprachtests fehlen leider die Lösungen.

Ich finde die Aufgaben nicht besonders leicht für Schüler. Zu den Fachprüfungen würde ich daher die Schüler mit Hilfe des Internets arbeiten lassen, bei den Sprachprüfungen auch mit einem Wörterbuch, damit sie die Tests als Heraus- und nicht als Überforderung sehen.

till 2012 – Vortrag Nr.1

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Der erste Vortrag handelte von der Einbettung des Bremer Masterplans zur Medienbildung, Redner war Dr. Rainer Ballnus. Er begann mit einem Hinweis auf die gerade erst (am 8.3.12) erschienene KMK-Erklärung zur „Medienbildung in der Schule“. Dann folgte ein Vergleich der Medienwelt von Kindern und Jugendlichen im Jahre 1973 und heute. Ausgangspunkt war die erste Folge der „Sesamstraße“. Heute ist die Sesamstraße eine Kinderserie, deren Bildungsgehalt allgemein anerkannt ist. 1973 war man da noch anderer Meinung. Da wurde von einer Gefahr für die Kinder gesprochen. Schließlich war sie die erste Sendung speziell für Kinder. In der Zeitung beschwerte sich eine Mutter, deren Sohn Mülltonnen umwarf, in der Hoffnung, Oscar zu finden. In Bayern wurde die Sendung erst fünf Jahre später ausgestrahlt, denn mit dem in der Serie mitwirkenden „Neger“ (sic!) könnten sich die Kinder nicht identifizieren noch würde ein solcher in ihrer eigenen Nachbarschaft wohnen (zunächst wurden nur die amerikanischen Folgen für den deutschen Markt übersetzt, bevor hier eigene Folgen gedreht wurden). Und von Hentig behauptete, dass die Kinder so wenig lernen würden, das sei kein Grund zum Freuen.

Einige Medien (z.B. der Spiegel) griffen auch positive Punkte auf, zum Beispiel die Förderung des Fernsehens, besonders des Vorschulfernsehens, als eine Alternative zu den fehlenden Kindergartenplätzen und die Förderung gleicher Voraussetzungen für den Schulanfang.

Mit Blick auf die Facebook-Debatte sahen wir den Film „The Social Media Revolution 2011“. In der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen nehmen die Social Media einen hohen Stellenwert ein.

Die Ergebnisse einer Umfrage zeigen aber eine deutliche Kluft zwischen der Mediennutzung zu Hause und in der Schule. Auf die Frage, wofür Medien in der Schule genutzt werden, antworteten Lehrer:

  1. Zur Recherche
  2. Office-Programme zum Schreiben und Referate halten

Und die Antworten darauf, warum die Lehrer in ihrem Unterricht keine Medien nutzten:

  • es gibt keinen Internetzugang
  • es gibt nicht genügend digitale Medien
  • Fachräume müssen rechtzeitig gebucht werden
  • es gibt keinen Bedarf (Sport, Musik, und mwas mich überraschte: Mathe)
  • die Klassen sind zu groß
  • Support fehlt
  • die Lehrer fühlen sich nicht kompetent genug, es fehlen Fortbildungen
  • die Schüler sind überfordert

Der Bremer Masterplan sieht nun die Steuerung der Ausbildung, der Fortbildungen, des Supports, des Materials auf Plattformen und der Bildungspläne vor. (Was für eine Überraschung!) Dabei soll berücksichtigt werden, dass es nach der Einführung des Masterplans zunächst zu einer Abnahme des Erfolgs kommen wird und erst danach eine Steigerung der Mediennutzung im Unterricht sowie eine damit verbundene Optimierung erfolgen kann.

Als Abschluss diente ein Film über das „Buch im Mittelalter“ (den ich großartig finde!).

Eigentlich gab es hier im Prinzip keine neuen Erkenntnisse. Aber die Filme und die Hintergründe zur Sesamstraße waren wirklich interessant.

till 2012 – Ein erster Bericht

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Am Mittwoch bin ich nach Bremen zum Tag der Informatiklehrerinnen und -lehrer (till), der von der Gesellschaft für Informatik (GI) veranstaltet wurde, gefahren. Zunächst wurden die ca. 140 (zu etwa 90% männlichen) Teilnehmenden durch den Direktor des LIS und dann durch die Sprecherin der GI, Prof. Dr. Ira Diethelm, begrüßt. Da sich die GI dafür einsetzt, Informatik als Pflichtfach an jeder Schule einzuführen, hatte sie eine Anfrage an den niedersächsischen Kultusminister gestellt. Seine Antwort dazu lautete, dass zunächst das Problem des Physiklehrermangels geklärt werden solle, bevor Informatik mit noch weniger Lehrern dazukäme (im Vergleich: es gibt ca. 1200 Physiklehrer und nur 600 Informatiklehrer in Niedersachsen). Aber um mehr Informatiklehrer zu haben, ist es wichtig, dass Schüler und Schülerinnen Informatik in der Schule lernen, um das Fach dann auch studieren zu wollen. Dafür hat die GI einen Werbefilm erstellt, zu dem wir uns den Trailer ansehen konnten (ehrlich gesagt, so ganz hat er mich nicht überzeugt).

Dann folgte ein Vortrag von Dr. Rainer Ballnus (LIS Bremen) zum „Masterplan Medienbildung: Neues Lernen mit Medien“ in Form eines Prezi. Überhaupt stand Medienbildung an diesem Tag sehr im Vordergrund. Denn im Anschluss gab es einen Vortrag zum Thema „Informatik- und Medienbildung in der Schule“ von Prof. Dr. Jochen Koubek (Uni Bayreuth) und nach der Mittagspause eine andere Sichtweise von Prof. Dr. Andreas Breiter (Uni Bremen) mit dem Titel „Medienbildung-Informatik – Informatische Medienbildung. Von der Unvereinbarkeit zweier bildungspolitischer Ziele?“. Kurz gesagt ging es in diesen Vorträgen darum, wie die Informatik sich als Unterrichtsfach definiert und wie sie von außen gesehen wird.

Neben den Vorträgen gab es aber auch Workshops, von denen ich zwei besucht habe. Der erste trug den Titel „Einstiege in die Algorithmik in der Sek 1 am Beispiel der Automatisierung realer Miniwelten“, den ich richtig klasse fand. Vorgestellt wurden LEGO WeDo, das Arduino-Board und das Picoboard, als Programmierumgebung diente Scratch. Auch dazu werde ich noch einen Artikel verfassen.

Der Workshop (ich würde es eher Vortrag nennen) am Nachmittag hatte die „IT-Sicherheit im Schulalltag“ als Thema. War leider längst nicht so spannend und wirklich auf den Schulalltag ausgerichtet. Es ging hauptsächlich um das Verschlüsseln eigener Dateien (TrueCrypt), das sichere Surfen im Netz (in Form des Add-Ons NoScript) und den Hinweis, dass auch die Maus als Virenträger fungieren kann. Also alles Bereiche, die nicht speziell im Schulalltag gelten. Und auch nicht auf Schüler bezogen, sondern nur auf den eigenen Rechner.

Materialien zu einzelnen Workshops können hier heruntergeladen werden.

Alles in allem war es eine sehr lohnenswerte Fortbildung, denn ich habe viele Ideen für die Planung des zukünftigen Informatikunterrichts an meiner Schule mitgenommen und Infos aus dem Informatikunterricht an anderen Schulen erfahren.

Kategorie: Informatik | Tags: , , , ,

till 2012

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

image

Kategorie: Informatik | Tags: ,

Sprintstudium Informatik – Die Programmieraufgabe

Veröffentlicht am von 1 Kommentar

Wie im richtigen Studium gehört zu jedem Modul auch eine Abschlussaufgabe, um zu bestätigen, den Inhalt verstanden zu haben und anwenden zu können. Zum ersten (eigentlich ja nullten) Modul ist dies eine Programmieraufgabe. Die Aufgabe lautet sinngemäß: „Programmiere etwas Komplexeres mit BYOB.“ Wobei „etwas“ wirklich frei ist, und „Komplexeres“ in gewisser Weise noch genauer erläutert ist (z.B. Blöcke bilden, Variablen verwenden und nicht nur if-Kontrollstrukturen), aber immer noch sehr viel Spielraum lässt. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, was genau man nun programmieren könnte, habe ich mich jetzt entschlossen, das Spiel „Pong“ zu programmieren.

In meiner ersten Phase können sich die Schläger schon so bewegen, dass sie sich nicht gegenseitig blockieren. Allerdings schwingt der Ball noch hypnotisierend hin und her. Das will ich als nächstes ändern, schließlich soll der Ball durch den Schläger auch über Bande gespielt werden können. Ein Punktezähler existiert auch noch nicht, also auch noch keine Bestenliste, für die ich einen Sortieralgorithmus verwenden könnte. Weitere Schritte wären dann verschiedene Level, in denen z.B. der Schläger kleiner wird oder der Ball schneller wird, oder in denen verschiedene Hindernisse auf dem Spielfeld sind. Und wenn ich dann noch etwas Zeit habe (Abgabetermin für das Programm mit Erläuterungen ist der 6.4.12), dann baue ich noch eine Geräuschversion ein (also quasi ein Pong für Blinde), mit Hilfe von Sinuskurven (die Position des Balles steht für Frequenz und Lautstärke eines Tons).

Doch zunächst muss das Spielen über Bande gelöst werden, damit mich das Spiel nicht weiter hypnoti

Zitate

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Wie sich Schüler wünschen zu zitieren:

  1. Stand so im Buch.
  2. Hat Google so gesagt.
  3. Wikipedia.de
Kategorie: Diverses | Tags: ,

Mathe in Bildern

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Ergebnis: A Billion!

Mathetipps für 5ct

Mathe ist wichtig

Mathelehrer vermitteln universelle Wahrheiten

Was senkrecht wirklich bedeutet

 

Finde den Fehler:

Symmetrie

Diagramm mit Prozentzahlen

Link- und Rechtsextremismus im Verhältnis

Anteile bestimmen

Rechnen mit Brüchen

Kategorie: Mathematik | Tags: ,

Louis XIV, Molière, Lully

Veröffentlicht am von

Welche französischen Musikstücke sollte man kennen? 1. Les Champs-Elysées, 2. La Marseillaise, 3. Marche pour la Cérémonie des Turcs. Warum den Marsch? Er verknüpft drei Persönlichkeiten des 17. Jahrhunderts mit einer Geschichte:

Louis XIV empfing eines Tages einen türkischen Gesandten. Diesem bot er alles Spektakuläre, das teuerste Essen, die prachtvollsten Schmuckstücke und die zuvorkommendste Höflichkeit an, die er als absolutistischer Monarch bringen konnte. Doch der türkische Gesandte schien wenig beeindruckt zu sein. Dies erzürnte den Sonnenkönig sehr – wer wagte es da bloß, dem größten aller Herrscher so wenig Achtung entgegenzubringen? Es stellte sich (allerdings erst nach einiger Zeit) zufällig heraus, dass der Gesandte nicht wie erwartet der türkische Botschafter war, sondern nur ein niederer Mann, der um die Erlassung von Schulden bitten wollte. Um der Schmach, einem Mann von niederem Stand die Ehren eines Botschafters entgegengebracht zu haben, zu entkommen, bat er Jean-Baptiste Molière (der zu der Zeit noch in der Gunst des Königs stand), ein Stück zu schreiben, in dem sich über den Türken lustig gemacht wird. So entstand das Stück „Le bourgeois Gentilhomme“, in dem ein Mann sich für einen hohen Adligen hält, über den sich aber alle anderen lustig machen. Die Musik für das Stück schrieb Jean-Baptiste Lully (man kann Le bourgeois Gentilhomme als eine Art Musical des 17. Jahrhunderts ansehen). Insbesondere der Marche pour la Cérémonie des Turcs ist eine Veralberung des Türkengeschichte. Einen guten Eindruck dieser Szene bietet der Film „Le Roi danse“ aus dem Jahre 2000.

Dieser Marsch diente mir einer kurzen Einführung in Molières Leben, um meinen Französischkurs auf ein Marionettenspiel des Théâtre Anima vorzubereiten, in dem verschiedene Stück von Molière zu einem neuen zusammengesetzt wurden. (Obligatorisch darin: der geizige Stiefvater, die versuchte Zwangsheirat des eigenen Kindes, die versuchte eigene Heirat mit einem jungen Mädchen und das gute Ende, dass die wahre Liebe siegt.) Die Marionetten (eigentlich Halbkörpermasken) wurden dabei nur von einer einzigen Frau gespielt, die teilweise Französisch, teilweise deutsch sprach, jede Marionette mit einer anderen Stimme. Jede Rolle war so stark übertrieben, dass man einfach lachen musste! Wahnsinn!

Kategorie: Französisch | Tags: , , ,

Sarkozy und die Lehrer

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Sarkozy geht im Wahlkampf um die Präsidentschaft gegen die Lehrer los. Er schlägt vor, dass Lehrer, die freiwillig 26 statt 18 Stunden arbeiten unterrichten, 25% mehr Gehalt bekommen sollen. Da könnte ja der deutsche Lehrer sagen, dass es endlich Gerechtigkeit in der Unterichtsverteilung gibt, der ja auch 23 und mehr Stunden unterrichtet.

Die Sache hat aber zwei Haken:

  1. 8 Stunden mehr unterrichten entspricht einer Erhöhung der Unterrichtsstundenzahl um 44,4%, also deutlich über der Gehaltserhöhung.
  2. Eine französische Unterrichtsstunde entspricht 55 Minuten, eine deutsche nur 45 Minuten. Ein französischer Lehrer mit einer Unterrichtsverpflichtung von 18 Stunden unterrichtet also 990 Minuten, ein deutscher Gymnasiallehrer in Niedersachsen bei einer Unterrichtsverpflichtung von 23,5 Stunden 1057,5 Minuten, d.h. gerade mal eine Stunde mehr. Die Erhöhung um 8 französische Unterrichtsstunden entspricht übrigens einer Erhöhung um fast 10 deutsche Unterrichtsstunden.

Traurig, wenn das Bild vom faulen Lehrer, der nur ein bisschen unterrichtet, in den Wahlkampf hineingetragen wird.