Archiv für den Monat: März 2010

Kooperatives Lehren und Lernen (II)

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Nun also zu einigen Methoden des Kooperativen Lernens, die auf der Fortbildung ausprobiert wurden.
(Zur Erinnerung: Alle Methoden basieren auf dem Prinzip Think-Pair-Share.)

1. Zwischenstopp

Prinzip: Ein Vortrag wird immer wieder unterbrochen, so dass Zeit zum Nachdenken und Austausch über das Gehörte gegeben wird.

Nachdem Vorwissen, Erwartungen an das Thema und der Arbeitsauftrag formuliert wurden, werden Paare gebildet und der Vortrag beginnt. Nach max. 15 Minuten wird der Vortrag unterbrochen.

Think: Jeder notiert sich, was er gehört bzw. gesehen hat.
Pair: Austausch mit Partner, Kernaussagen werden gemeinsam formuliert
Share: Aufruf von S. durch Zufallsprinzip. Dieser präsentiert die Kernaussagen.

Ggf. wird der Vortrag nun fortgesetzt und es folgt eine weitere Unterbrechung nach dem gleichen Muster.
Am Ende folgt ein Rückblick auf die eigenen Erwartungen und den Lernzuwachs.

2. Der Lesezirkel

Prinzip: Mit Hilfe von Lesekarten (verteilte Rollen) wird Absatz für Absatz ein Text in einer Gruppe erarbeitet.

Es werden 4er-Gruppen gebildet und Rollenkarten (Vorleser, Fragensteller, Fragenbeantworter, Zusammenfasser) verteilt.

Think: Jeder S. liest still den ersten Absatz.
Pair: Der Text wird laut vorgelesen, der nächste S. stellt eine Frage, die der folgende S. beantwortet und der letzte S. fasst den Absatz mit einer Überschrift oder eine Schlüsselwort zusammen. Dies notiert jeder in der Gruppe.
Wiederholung von Think und Pair, bis jede Rolle von jedem einmal übernommen und der gesamte Text durchgelesen und zusammengefasst wurde.
Share: Präsentation und Diskussion der Zusammenfassung in der Klasse.

3. Die Leseschleife

Material: 2 Texte
Prinzip: Durch wiederholtes Zusammenfassen und Überprüfen der Zusammenfassung ist jeder Schüler in der Lage, den Inhalt des eigenen Textes zusammenfassend zu vermitteln und einen fremden Text zusammenzufassen.

Think: Jeder liest still den ersten Absatz des eigenen Textes.
Pair: Der Partner, der den gleichen Text hat, liest den Absatz nochmal laut vor, man selbst fasst das Gehörte und zuvor Gelesene zusammen. Der Partner überprüft dies.
Diese Schritte werden wiederholt, bis man den ganzen Text zusammengefasst hat.
Think: Jeder notiert sich eine Zusammenfassung des Textes.
Pair: Neue Paare werden gebildet: jemand mit Text 1 arbeitet nun mit jemanden mit Text 2 zusammen. Der erste trägt die Zusammenfassung seines Textes vor, der zweite macht sich Notizen und gibt dann mit seinen eigenen Worten das Gehörte wieder. Der erste verbessert ggf. Dann wechseln beide die Rollen.
Share: Ein zufällig ausgewählter S. wird aufgefordert, die Zusammenfassungen vorzustellen.

4. Die Placemat

Material: ein Plakat, das in mehrere Felder unterteilt ist (ein Rechteck/Oval in der Mitte, der Rand wird nach Anzahl der Gruppenmitglieder aufgeteilt)
Prinzip: Auf einem Großen Plakat werden eigene Lösungsansätze gesammelt un din der Mitte gemeinsam gebündelt.

Think: Zum Arbeitsauftrag (in diesem Fall war es eine Fermat-Aufgabe) macht sich jeder auf seinem Randfeld Notizen
Pair: Nacheinander stellen die Gruppenteilnehmer ihre eigenen Lösungsansätze vor. Bei manchen Fragestellungen ist es sinnvoll, diese erst still zu lesen und dann Verständnisfragen stellen zu lassen. Aus diesen Lösungsansätzen wird eine gemeinsame Lösung erarbeitet, die in das mittlere Feld geschrieben wird.
Share: Präsentation der gemeinsamen Lösung mit Hilfe des Plakates.

Naja, die Placemat war für mich nicht so neu, schließlich wird sie gerne in Seminaren als Einstieg in ein Thema verwendet, und ich habe sie auch schon mehrmals im Unterricht eingesetzt. Das gleich gilt für die Murmelphase als Unterbrechung von Vorträgen. Dennoch tut es mir gut, die Wirkung dieser Methoden selbst wieder zu erfahren.

Leider sind diese Methoden wegen der vielen Wiederholungen sehr zeitaufwändig. Ein Doppelstunde muss dafür mindestens eingeplant werden, vor allem, wenn nach der Präsentation noch Zeit für eine Diskussion und die Selbstreflexion sein soll. (Ein Punkt für das Doppelstundenkonzept!) Doch dafür können die Arbeit im Team und die erworbenen Methoden in den folgenden Stunden zum selbstständigen Bearbeiten von (auch komplexeren) Arbeitsaufträgen genutzt werden.

Im dritten Teil gehts um Teambildung und die Bewertung.

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Müdigkeit

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Müdigkeit im Wandel der Jahreszeiten (nahtloser Übergang):

Winter: Lichtmangelmüdigkeit
Frühjahr: Frühjahrsmüdigkeit
Sommer: Hitzeträgheitsmüdigkeit
Herbst: Trübsalswettermüdigkeit

Kategorie: Diverses

Programmierbare Taschenrechner

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Wenn der Taschenrechner Einzug in den Matheunterricht erhält, wird der Unterrichts spannender, abwechslungsreicher und viel realitätsnaher. Denn nun brauche ich keine leichten Aufgaben mehr stellen, sondern kann modellieren bis zum Umfallen. Die Komplexität der Aufgaben passt sich dem aktuellen Geschehen an. Die Schüler sitzen aufmerksam im Plenum da und diskutieren angeregt über mathematische Problemstellungen in der Partner- oder Gruppenarbeit.

Tatsächlich läufts aber so:

„Mein Koordinatensystem ist weg. Können Sie mir helfen?“

„Wieso zeigt der mir den Graph nicht an?“

„Der sagt schon wieder Error!“

Normalerweise ist immer ein Koordinatensystem zu sehen. Das verschwindet nicht einfach. Der Graph wäre bei normalen Einstellungen auch zu sehen. Und die Error-Meldung wäre bei den bisher verwendeten Funktionen nicht aufgetreten. Ich finde zwar, dass programmierbare Taschenrechner schon einen gewissen Reiz für den Matheunterricht haben. Aber kleine Raketenspielchen gehören definitiv NICHT dazu. Dadurch wird aus einem Arbeitsgerät ein Spielgerät, das für die Schule nicht mehr zu gebrauchen ist. Denn natürlich sind Spiele immer reizvoller als ein einfacher mathematischer Graph. Und urplötzlich sind alle bisherigen Einstellungen völlig anders, mit diversen Fehlermeldungen, deren Anzahl ich in den letzten Stunden unterschätzt hatte. Da hilft nur eins: 2nd MEM 722.

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Je dis, tu dis

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Wieder ein schönes Blog zur französischen Sprache entdeckt: France Bienvenue und Je dis, tu dis, il dit, nous disons… . Einerseits werden Videos (interviews, Werbung,…) mit Transkription vorgestellt, andererseits auch Besonderheiten der französischen Sprache untersucht, z.B. die Liaison in Wendungen, oder die Grammatik, u.a. das passé simple.

Entdeckt im Frankreich-Blog des Klett-Verlags.

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Mein Schleppi

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Eigentlich wollte ich einen Artikel darüber schreiben, was ich auf meinen Schleppi installieren möchte, damit dieser gut in der Schule einsetzbar ist, aber nichts Ablenkendes (aka Spiele) sich darauf befindet. Soll heißen, ich möchte meinen Laptop als Arbeitsgerät für die Schule einrichten. Dann fiel mir ein, dass es ja schon eine Sammlung von sinnvollen Programmen für die Schule gibt, nämlich Score für das Schüler-Notebook und die Digitale Schultasche für den USB-Stick der Schüler und Lehrer. Bei letzterem muss man nichts installieren, sondern man kann die Programme direkt vom USB-Stick verwenden – sehr praktisch, wenn auf dem Schul-PC nur eine ältere Version (wenn überhaupt) vom VLC-Player installiert ist und sich das Video, das man den Schülern vorstellen möchte, sich doch noch öfnen lässt. Dafür fehlt der Digitalen Schultasche noch der Hausaufgabenplaner bzw. der Lehrerkalender. Oder habe ich da etwas übersehen?

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