Archiv für den Monat: Februar 2010

Ich mag keine Klassik

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Heute habe ich nach CDs gestöbert. Naja, eigentlich suchte ich die DVD-Box zum Fluch der Karibik. Weil es die im Laden nicht gab, hab ich mal bei den CDs vorbeigeschaut. Dabei bin auf den Titel „Ich mag keine Klassik, aber das gefällt mir!“ aufmerksam geworden. Darauf befindet sich eine Sammlung bekannter und weniger bekannter Stücke der Klassik, z.B. das Dies Irae von Verdi oder der Kanon von Pachelbel. Ein alter Klugscheißer-Trick ist ja, zu den bekannten Stücken den Titel und den Komponisten herauszufinden und bei Gelegenheit diesen Namen fallen zu lassen, wenn beispielsweise Odyssee 2001 läuft: „Achja, das Tempo des Säbeltanzes von Chatschaturjan passt ausgezeichnet zu dieser Szene *seufz*.“

Erst hier zu Hause ist mir aufgefallen, dass die Bilder auf dem Cover und innen von Sempé stammen. Das gefällt mir.

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Kooperatives Lehren und Lernen (I)

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Ich versuche nun, eine Zusammenfassung der zweitägigen Fortbildung zum Kooperativen Lehren und Lernen zu geben. Ein Versuch wird es ob der weit verzweigenden Theorie immer bleiben. Warum schreibe ich eigentlich eine Zusammenfassung, wenn man doch gleich nach Webseiten suchen könnte und dort zuverlässige Infos finden würde? Zum einen möchte ich mich gerne an die Veranstaltung erinnern, sie hat mir einen guten Einblick in das Thema gegeben und ich verliere mich dabei nicht in zu vielen Details und Methoden. Diese wenigen habe ich ausprobiert und möchte sie auch in meinem Unterricht anwenden. Beispiele dazu werden folgen. Zum anderen verarbeite ich hier meine Gedanken, ich formuliere sie manchmal eher salopp, und ich kann meine persönliche Meinung dazu äußern, die anderen vielleicht hilft, dieses Thema besser einzuschätzen.

Nun also zum Thema dieses Posts.

Kooperatives Lehren und Lernen basiert auf dem Konstruktivismus (wir erinnern uns an dieser Stelle an unser Referendariat oder dem Studium, in dem uns vermittelt wurde, dass Behaviourismus und Kognitivismus passé sind, denn Wissen kann nicht eingetrichtert werden, sondern kann nur von jedem aufgenommen und vor der eigenen Biographie verarbeitet werden, so dass sich jedermanns Wissen nur annähern, aber niemals gleich sein kann).

Das Grundprinzip ist immer das Gleiche:
1. Selbst denken. Die wichtigste Phase in kooperativen Lernarrangements, die aber gerne übersprungen wird. Denn zum einen machen wir ja eigentlich Gruppenarbeit (eben kooperativ), zum andern wollen sich die Schüler sofort über das Thema austauschen. Aber hier muss der Lehrer darauf drängen, dass ein paar Minuten lang jeder Schüler still über die Aufgabe nachdenkt.

2. Austausch. Dies kann eine Partner- oder Gruppenarbeitsphase sein. Hier formuliert der Schüler seine Gedanken in Worte. Er soll z.B. seinen Text zusammenfassen, oder seine Lösungsstrategie vorstellen. Dabei kann der Partner dies wiederholen, um so sicherzugehen, dass alles angekommen ist, oder aber es wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Wichtig ist, dass jeder über sein eigenes Thema und über das Thema seines Partners/der anderen Gruppenmitglieder Bescheid präsentationsreif weiß.

3. Präsentation. Diese Phase findet üblicherweise im Plenum statt. Eine zufällig ausgeloste Person aus der Gruppe stellt das Gruppenergebnis vor.

Das beschriebene Grundprinzip findet man auch unter Think-Pair-Share. Sowohl in der zweiten als auch in der dritten Phase findet ein Nachdenken und Verarbeiten (Konstruieren) des eigenen Themas statt, denn der Schüler muss sein Thema so weit verstanden haben, dass er es auch vermitteln kann. Und dies ist ja die höchste Stufe im Behalten des Stoffes. Das Wichtigste ist aber die regelmäßige Wiederholung des Gelernten in Phase 2 und 3. Das dauert zwar insgesamt länger, wird aber dadurch intensiver und wirkt sich langfristig auf die Speicherung des Gelernten aus. (Ich spürte, wie mein Gehirn nach einer solchen Lernphase richtig kribbelte vor Anstrengung!)

Im nächsten Teil werde ich ein paar Methoden vorstellen.

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Fermi-Déjà-vue

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Gestern und heute war Fortbildung zum Kooperativen Lehren und Lernen bei Frau Dinges (ein längerer Bericht dazu folgt). Für die Vorstellung und Vertiefung der Placemat bekamen wir eine Matheaufgabe à la Fermi (viele Nicht-Mathelehrer stöhnten wie sonst die Schüler…). Erstaunlich war, dass die Fermiaufgabe nicht aus der Fermibox stammte, ich sie aber trotzdem kannte. Und siehe da, ich fand sie auf meinem Blog wieder. Schön, an den eigenen Aufgaben zu tüfteln 😉

Haftnotizzettel

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Mit Haftnotizzetteln ist es wie mit Wollmäusen: ich werde die Dinger einfach nicht los, schlimmer noch, sie kommen immer wieder.

Meine Ration hat sich während der Uni gebildet, damals fand ich die total chic und musste die in allen Farben und Größen haben. Dann mochte ich die nicht benutzen aus Angst, die wären so schnell alle. Und billig waren und sind sie ja nicht.

Dann lernte ich einen Trick:
Statt sich die kleinen Haftnotizzettel als Tabs zu kaufen, lohnt es sich, normalgroße Haftnotizzettel zu kaufen und in Streifen zu schneiden. Dann hat man für jede Notiz die richtige Größe.

Und so nutzte ich die Zettel wieder mehr, und der Stapel wurde langsam kleiner. Aber prompt bekam ich von diversen Verlagen als Werbegeschenk – Haftnotizzettel. Naja, nun sitze ich hier an meinem Schreibtisch und korrigiere die Bruchalben meiner Schüler. Damit ich aber in den guten Stücken nicht herumkritzeln muss, verwende ich die Klebezettel in zwei Farben: rot markiertes muss korrigiert werden, grün markiertes dürfen die Schüler in den nächsten Stunden an der Tafel vorstellen.

Es wird aber noch lange dauern, bis ich alle Zettel verbraucht haben werde.

Kategorie: Mathematik, Schule

Faslaaaaaam!

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Hier in der Gegend neigt man dazu, Faslam zu feiern. Fast jedes Dorf hat seinen Faslamsverein. Das Prinzip ist ähnlich wie Fasching: Wagen werden geschmückt, man verkleidet sich und teilt Bonsches und Alloholisches aus. Seinen Ursprung hat dieser Brauch nicht bei den Katholiken, die die letzten Tage vor dem Fasten feiern, sondern bei den Bauern, die ihren Knechten und Mägden einmal im Jahr nach der Ernte, wenn außer Schlachten nicht viel zu tun ist, ein paar Tage im Januar oder Februar (also nicht unbedingt direkt vor der Fastenzeit) frei geben, um sich zu erholen (und um den Winter zu vertreiben). Die freigestellten Arbeiter wanderten nun zu allen Höfen, um dort Essen und Getränke zu schnorren, die Bauern hatten ja reichlich. Auch heute wird einige Zeit vor dem Umzug gesammelt. Und dann wird ungefähr eine Woche intensiv gefeiert.

Natürlich gibt es zum Faslam auch das passende Faslamslied:

Und alle Faslamsbrüder,
leben so wie ich und du,
alle Faslamsbrüder leben so wie ich.
Sie legen sich besoffen nieder,
stehen auf und saufen wieder,
alle Faslamsbrüder leben so wie ich.
Hoch das Bein, die Schweinepreise steigen.
Hoch das Bein, das Vaterland soll leben.
Solang wie de Mors in de Büx noch passt,
wird keine Arbeit angefasst.
Solang wie de Mors in de Büx noch passt,
wird keine Arbeit angefasst.
FASLAM!

(de Mors = der Hintern; de Büx = die Hose)

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Hilferuf

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Mich hat der neue Stundenplan in die glückliche Lage versetzt, in dem einzigen Raum mit elektronischem Whiteboard (marke weiß ich grade nicht) zu unterrichten. Mein Französisch-Kurs (Klasse 6, 1. Lernjahr) und ich wären sehr dankbar für Hinweise, dieses Gerät sinnvoll im Unterricht einzusetzen, also so, dass nicht einer vorne was verschiebt und alle anderen sabbernd zugucken à la Ich-will-auch-mal-aber-kann-nicht.

Wer kennt gutes Material oder hat gute Ideen?

Kategorie: Französisch, Schule | Tags:

Schnee-Geographie

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Aus dem Lehrerzimmer: „Die aktuellen Schneefrei-Meldungen fordern die Schüler auf, sich mit der Geographie Niedersachsens zu befassen: Wann wird der Schnee endlich bei uns ankommen?“

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