Archiv für den Monat: Januar 2010

Googeln hilft

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Thema: Parameterdarstellung von Geraden. Fußball wird aufs Tor geschossen, natürlich möglichst geradlinig, schließlich ist das Thema nicht Parabeln. Wo könnte der Spieler stehen? Wie groß ist das Tor? Mal googlen. Aha, ca. 7,32m breit. Wenn ich das Koordinatensystem in die Mitte lege, nehme ich als Wert 3,66m. Achja, die Höhe ist 2,44m. Nehm ich, für den Treffer an der Ecke. Wie heißt eigentlich so ein schneller Stoß, damit der Ball geradlinig fliegt? Scharfer Schuss? Scharfschuss? Googeln. Aha, Vollspannstoß. Naja, nicht wirklich tauglich für Fußballlaien. Und die Gefahr, mit dem Begriff danebenzuliegen, ist mir doch zu hoch. Schließlich will ich kein Fachbuch, sondern nur ein ödes Arbeitsblatt erstellen. Da frage ich lieber die Experten im Kurs morgen, wie man den Stoß (nicht Schuss) nennt. So, jetzt noch eine Aufgabe, wo ein Spieler dazwischenspringt und noch einen spektakulären Kopfball zeigt. Wie hoch springt man beim Kopfball eigentlich? 4m sind wohl sehr unrealistisch. Mal googlen. Uiuiui, da springt ein 1,80m großer Fußballstar immerhin 1,10m hoch. Also meinem 1,70m-Durchschnittsfußballer mit ein wenig Erfahrung gebe ich mal 60cm Sprunghöhe. Wenn er mehr möchte, muss er eben noch mehr trainieren.

Mathematik mit ergoogelter Realität.

Kategorie: Computer, Mathematik, Schule

Mathematisches Backen

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Ein 5.Klässler hat mich heute überrascht. Er brachte kreisförmige Waffeln mit, die er stur nach einem Rezept aus dem verwendeten Mathebuch gebacken hat. Die sollten natürlich gerecht verteilt werden. Gedacht war, 15 Waffeln auf 30 Schüler zu verteilen, aber mit drei fehlenden Schülern gestaltete sich die Aufgabe, die ich anstelle meiner Planung reinschob, wesentlich interessanter, wenngleich komplizierter. Die restlichen Waffelhälften den kranken Schülern mitzubringen erwies sich da zwar als generell möglich, aber praktisch nicht durchführbar. Denn einzelne Schüler meinten, dass die Hälften vorher durch die Überbringer gegessen werden könnten (was diese nieeemaaals tun würden). Am Ende bekamen sie ein so gut es ging gerechtes Stück. Aber eine Bitte an die Autoren des Mathebuches Neue Wege 5 hatte die Klasse noch: Wenn schon Rezepte in einem Ihrer Mathebücher auftauchen, sollten Sie schon davon ausgehen, dass diese ausprobiert werden. Und in diesem Rezept war definitiv zu wenig Zucker!

Mein Versuch, Sierpinski-Kekse zu backen, ist dagegen nicht so gelungen. Allerdings hatte ich Fertigteig genommen, der von vornherein ein Schachbrettmuster hatte. Dadurch ließ sich das Sierpinski-Muster nicht mehr richtig formen. Außerdem zerbröselte der Teig bei längerem Kneten. Das nächste Mal sollte ich den Teig besser selbst herstellen.
Ein paar Bilder bezeugen meinen vorweihnachtlichen Versuch (die fertiggebackenen Kekse waren schneller als ich hätte fotografieren können aufgegessen):
 

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An den See

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Manchmal muss man aufblicken, um alles zu sehen. Nicht nur die Schaufenster unten, sondern das Gebäude oben. Da entdeckt man hübsche Fassaden oder Schriftzüge. Heute habe ich am Neuen Jungfernstieg ein Gedicht (eigentlich mit blauer Schrift) gefunden. Schön, wenn man was neues entdeckt! Leider hatte ich da meinen Fotoapparat nicht dabei.

Kategorie: Diverses

Aufgabennummerierung

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J’avoue: ich bin rückfällig geworden. Ich habe, nachdem ich durchaus erfolgreich und begeistert mit OO gearbeitet habe, wieder Word benutzt. Die alten Klassenarbeiten als Formatvorlage für die neue Klassenarbeit zu verwenden war einfach zu verlockend. Dafür habe ich mich mit der Aufgabennummerierung auseinandergesetzt. Ich schreibe immer „Aufgabe 1: „, „Aufgabe 2: “ etc. über die Aufgabe. Dumm nur, wenn Aufgabe 5 an die erste Stelle rücken soll, dann musste ich bisher die anderen Aufgaben wieder neu durchnummerieren. LaTeX macht das ja automatisch. Doch nun habe ich unter Format eine Möglichkeit gefunden, dass die Neunummerierung automatisiert: Anstelle der Zahlen füge ich Felder der Form „AutoNum“ mit Trennzeichen “ “ (soll ein Leerzeichen sein) ein. Und schon kann ich beliebig die Aufgaben verschieben, und ganz oben wird immer die Aufgabe 1 sein. Der nächste Schritt wird sein, das bei OO herauszufinden. Das wird mir aber leichter fallen, denke ich, denn nun weiß ich ja, dass es sowas außerhalb von LaTeX gibt.

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Das Alter mal wieder

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Irgendwie geschieht es ganz schleichend. Da denkt man, hach, unter dreißig ist man noch so jung, da hat man das Leben noch vor sich. Und doch gibt es immer wieder einen Nadelpiekser, der einen daran erinnert, dass alles über zwanzig schon uralt ist. Das neueste Corpus delicti befand sich auf einem Übungsblatt zu den Einheiten. „Was sind fünf Dezimeter und fünfzig Pfund? Das geht doch gar nicht! Was ist ein Pfund???“ Des Schülers Finger deutete auf einen Kasten, in dem „5 DM 50 Pf.“ stand. Mist, da hatte ich glatt übersehen, dass die heutigen Fünftklässler die D-Mark nur noch aus Geschichten von ihren Eltern und Großeltern kennen („Damals, als wir noch jung waren…“) und zur Zeit der Währungsumstellung gerade 2 Jahre alt gewesen sind. Aber sie hatte wohl gut zugehört, denn nachdem ich ihnen erklärt hatte, dass DM für „Demark“ und Pf für „Pfennich“ steht/stand, ergänzten sie selbst, dass 100 Pfennig = 1 D-Mark ist/war. Puh, Übung gerettet, Lehrer hat in alten Erinnerungen geschwelgt („Der Liter Benzin für unter zwei Mark“) und ist um geschätzte zehn Jahre gealtert. Wer hat ein Verjüngungsmittel fürs Wochenende parat?

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Nachrichten auf einen Blick

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Suchst du einen kreativen Unterrichtseinstieg? Vielleicht über einen Nachrichtenüberlick?

Dann könnte die Newsmap etwas für dich und deine Schüler sein. Überschriften der neuesten Zeitungsartikel werden als Übersicht auf einer Seite gezeigt, farbig sortiert nach generellen Themen wie Welt, Nationales, Wirtschaft oder Technologie. In der oberen Menüleiste kann man das Land auswählen, was den Nutzen für die Fremdsprachen sehr erhöht. So werden z.B. unter „France“ auch nur französischsprachige Überschriften angezeigt. Geht man mit der Maus über eine Überschrift, so wird der Anfang des Artikels und der Name der Zeitung bzw. der Website angezeigt. Taucht eine Überschrift mehrmals auf (heute beschäftigt z.B. der Angriff auf die Fußballnationalmannschaft von Togo die Presse), kann man daraus schließen, dass das Thema sehr bedeutsam ist. Für Schüler, die z.B. einen wöchentlichen Nachrichtenüberblick im Unterricht geben wollen, bietet diese Seite also einen hilfreichen Überblick.

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Aktion „Mehr Bildung in Blogs“

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Melanie Unbekannt ruft in ihrem Blog literatenmelu zur Aktion „Mehr Bildung in Blogs“ auf. Darin sollen fünf Fragen zum Thema Bildung beantwortet werden. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich wirklich etwas Interessantes dazu beitragen kann, etwas, das über das übliche „Ein paar gute, ein paar schlechte Lehrer“ hinausgeht. Wenn ich die Antworten anderer lese, komme ich mir richtig unbedeutend vor. Doch staubsaugen ist ja bekanntlich ideenfördernd, und daher denke ich, dass ich jetzt auch antworten kann.

1. Woran erinnerst Du Dich, wenn Du an Deine Schulzeit zurückdenkst?

An meinen total genialen Physiklehrer. Er war lieb, nett, geduldig, fordernd, nie böse, lächelte immer, er war die Ruhe selbst. Wo er den Raum betrat, ging die Sonne auf. Einmal haben wir zwei LK-Stunden dazu genutzt, mit Hilfe eines neu gekauften Parabolspiegels (der stand da plötzlich im Raum und wir waren neugierig) Wasser zu erhitzen, um ihm daraus einen Cappuccino herzustellen. Das gehörte natürlich nicht zum Oberstufenlehrplan, aber wir durften das trotzdem machen. Seine Begeisterung für sein Fach, insbesondere für Astronomie (eigentlich sein Beruf – er war Seiteneinsteiger), brachte er mit vielen selbsterstellten Fotos laufend mit in den Unterricht.

Dann erinnere ich mich an eine Philosophiestunde im Computerraum. Für mich war es das erste Mal außerhalb des Mathe- und ITG-Unterrichts (InformationsTechnische Grundbildung – Word und ein bisschen Logo) und vor allem das erste Mal im Internet. Das Internet war anno ’97 noch nicht mit der Informationsfülle beladen wie heute. Wenn man da nach „Philosophie“ suchte, bekam man vielleicht 100 Treffer, davon 25 unzugängliche oder gelöschte Seiten, 25 doppelte Seiten, 25 Übersetzungen und der Rest war dann verwertbar, wenn nicht sogar weniger. Es war wohl mehr zum Zeitvertreib unseres Lehrers, dass wir überhaupt ins Internet gingen. Die Aufgabe lautete „Finde etwas über die Aufklärung“ oder ähnlich vage (wir arbeiteten an Kants Text „Was ist Aufklärung?“). Ich saß also das erste Mal vor dem Browser und schielte zum wesentlich erfahreneren Mitschüler rüber, wie er bei Yahoo den Suchbegriff eintippte und sich durch die Ergebnisse klickte. Das wollte ich auch ausprobieren! Das Glücksgefühl, in dieser neuen Welt zu stehen, war unbeschreiblich. Allerdings war ich nach dieser Doppelstunde auch schnell wieder ernüchtert. Die Auswertung ergab ca. 40 Übersetzungen von Kants Text, vielleicht  2 oder 3 Zusatzinformationen und mehrere Foren und Newsgroups, zu denen wir keinen Zugang hatten. Das war also das Internet. Viel Buntes und wenig Informatives. An  Letzterem hat sich gottseidank einiges geändert.
 

2. Welche Medien hast Du im Unterricht kennengelernt und auch selbst genutzt?

Die üblichen Bücher, Arbeitsblätter (ich weiß nicht, ob dabei noch Matrizen waren), Tafeln, Folien (auf denen wir nie schreiben durften, nur der Lehrer; außerdem gabs pro  Gebäude nur einen OHP, also selten Folien), Videos und Filmspulen (in Biologie), Kassettenrekorder (mit dem treffsicheren Spulen der Fremdsprachenlehrer), sowohl im  Klassenraum als im Sprachlabor, den PC mit Internet (s.o.), das Whiteboard im Informatikraum, deutsche und französische Zeitungen im Französischunterricht (Fußball-WM  98…), diverse Theaterbesuche (Hamlet, Cabaret, 5 pièces de Maupassant, Der kaukasische Kreidekreis [auf frz.!]).

3. Welche Möglichkeiten siehst Du, die Lehrerausbildung zu verbessern?

Ich träume davon, dass man die Pädagogik-Lehrenden der Uni im Unterricht sieht, sie also in der Praxis erlebt. Dieser Unterricht wird dann von den Studierenden mit Hilfe des  Lehrenden ausgewertet. Da das aber flächendeckend nicht durchführbar ist, wünsche ich mir, dass wenigstens die Lehramtsstudenten nicht nur in Praktika, sondern  semesterbegleitend (z.B. ein Tag wöchentlich) im Unterricht hospitieren und selbst unterrichten. Dazu gibt es an der Uni Module zum Schulrecht und zur Organisation des  Lehreralltags mit fiktiven Lehrer-Schüler/-Eltern-Gesprächen, Hausaufgaben-vergessen-Reaktionen, Papierkram, Klassenreisenplanung und Entspannungsübungen. Ich glaube, ich fange schon wieder an zu träumen 😉

4. Was hältst Du davon, Blogs, Wikis, Podcasts etc. im Unterricht einzusetzen?

Je nachdem, wie sie eingestetzt werden. Wenn sie nur benutzt werden, damit der Lehrer von sich behaupten kann, dass er toll ist, weil er mit den Schülern am PC sitzt, dann  sind sie völlig unnötig. Wenn z.B. Blogs so verwendet werden, weils gerade toll aussieht und in Mode ist, am PC zu schreiben, dann ist das zwar ein Fortschritt, aber immer noch zu hinterfragen. Sinnvoll werden sie erst, wenn man damit Sachen macht, die man vorher nicht machen konnte, z.B. Blogartikel als Hausaufgabe kommentieren, weil man die  Kommentare sofort lesen und der nächste dazu antworten kann. Der erste kann wiederum auf die Antwort reagieren usw. Die Auseinandersetzung mit der Fragestellung kann  sich dadurch lebhafter als in der (zeitlich und räumlich) begrenzten Unterrichtsstunde gestalten.
 

5. Können Online-Angebote die herkömmliche Nachhilfe sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen?

Schwer zu sagen. Sinnvoll ergänzen können sie sicherlich, ersetzen können sie mit der momentan zur Verfügung stehenden Technik nicht. Dazu lassen sich manche  Zusammenhänge einfach nicht im Text oder als fertiges Bild erklären, sondern die Schritt-für-Schritt-Entwicklung, das Erklären beim Schreiben/Zeichnen/Vormachen selbst, die  Flexibilität und der Augenkontakt sind nötig, um manche Dinge zu genauer zu erfassen. Im Video/Chat/Forum können schnell Missverständnisse entstehen, die erstmal beseitigt werden müssen, und das nimmt viel Zeit in Anspruch.
Dagegen kann dies in direktem Kontakt in ein paar Minuten erledigt sein.

Kategorie: Diverses

Möbel

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Mein Gatte1.0-beta (zu deutsch: Verlobter) beklagte sich nun zwei Wochen lang (Ferien…) darüber, dass ich meine suboptimaltemperierten Füße bei ihm auf eine angenehme Durchschnittstemperatur zu bringen versuchte. Um dem Klagen ein Ende zu bereiten, musste also ein neues Bett her. Und zwar in der Größe, die es mir unmöglich machte, jenes oben beschriebene physikalische Experiment durchzuführen. Doch auch das schwedische Möbelhaus mit der gelben oder blauen Tragetasche konnte diesen Ansprüchen nicht gerecht werden, lieferte aber die beste Lösung im Parameterraum, sodass das neue Bett nur 1,80m Breite aufweist. Meine Ergebnisse aus den Experimenten werde ich selbstverständlich der Öffentlichkeit präsentieren, sobald ich hinreichend viele Messwerte gesammelt habe.

P.S.: Benötigt jemand von euch noch Massbänder von 1m Länge im Klassensatz? Ich kenne da eine gute Quelle…

Kategorie: Diverses

Notenberechnungstool im Test

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Wer unter den vielen Angeboten zur Notenberechnung noch nicht das passende gefunden hat, für den ist das Programm von Herrn Diel vielleicht etwas zum ausprobieren.

Das auf Excel basierende Programm bietet neben einer sehr übersichtlichen Benutzeroberfläche diverse Einstellungsmöglichkeiten zum Runden, für Tendenzen und Notenabzüge. Außerdem können die Ergebnisse als Etiketten ausgedruckt werden. Wie sinnvoll allerdings die vorgegebene Aufteilung der Sonstigen Mitarbeit ist, habe ich noch nicht getestet.

Mein erster Test mit dem Programm bestätigt die einfache Bedienbarkeit. Zwei Namen waren schnell ausgewählt (Lisa und Anna). Der erste Klick auf die Notenliste verriet mir, dass die Noten dort nicht direkt eingegeben werden können. Dann auf das nächste Sheet „Klausur 1“ geklickt und Anfangsbuchstaben der Namen eingetippt (laut Feature-Seite sollte das auch so funktionieren). Für die erste Aufgabe wollte ich Punkte eingeben, da wurde mir der Hinweis angezeigt, dass die Punkte mehr als erreichbar waren (klar, da hatte ich noch nichts eingegeben). Also erst erreichbare Punkte tippen, dann erreichte Punkte (geht auch umgekehrt nach dem Hinweis, aber so isses leichter). Kurz irritiert war ich, dass die Namen nicht vervollständigt wurden. Meine Intuition sagte mir, dass Knöpfe drücken („Liste ergänzen“) immer hilft – und siehe da, es half. Das bestätigt umso mehr meinen Eindruck, dass die Seite fast ohne Hilfe bedienbar ist. Bis hierhin ging es schließlich ohne. Und wenn man dann doch mal nicht weiterkommt (die Sonstige Mitarbeit war mein Problem, besonders wo man was eingibt), dann bietet die Hilfeseite sehr übersichtlich alle Informationen, die man zum ausfüllen der Sheets benötigt. Alles in allem also ein sehr hilfreiches Programm!

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