Archiv für den Monat: Dezember 2009

Histoires pressées

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Pünktlich zu den Ferien trudelten zwei französische Bücher ins Haus, die ich schon seit längerem lesen wollte: „Histoires pressées“ und „Encore des histoires minute“ von Bernard Friot. Der Titel der Bücher verweist auf die Länge der Geschichten: Kürzestgeschichten, gerade so lang, dass man sie in einer kurzen Schulpause oder einer Minute schaffen kann. Wegen ihrer Kürze, aber auch ihrer einfachen Sprache (die Bücher wenden sich an 9-10jährige Franzosen) und dem raffinierten Stil eignen sie sich sehr für den Unterrichtseinsatz, besonders als Einstieg in Originaltexte oder für Klassenarbeiten. Themen sind u.a. Schule („Silence“), Angst („La chose“), eigene Identität („Il ou elle“). Dabei vermischen sich Realität und Fantasie sehr häufig, so dass plötzlich ein Floh mit einem Haar spricht oder eine Antilope einen Tiger frisst, was zu möglichen Fortsetzungen oder ähnlichen Geschichten durch Schüler reizt. Die Bücher kosten jeweils 6,99€, was meiner Meinung nach ein sehr guter Preis ist.
Meinen Vokabelblog werde ich dank dieser Bücher auch wieder aktiver nutzen. Schaut doch mal vorbei!

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Immer die anderen

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Heute, bei der Busaufsicht. „Das sind eure Schüler, die heute so gedrängelt haben!“ berichtet mir der mitaufsichtführende Lehrer der angrenzenden Schule. Wenig später fliegen ein paar Schneebälle durch die Luft und treffen einige Schüler in unserer Nähe. „Oh, das sind wohl unsere“, stellt derselbe Lehrer fest.

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Nachhilfeschüler

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Rückgabe der Klassenarbeit, Besprechung mit der Klasse. Ein Schüler, dessen Note weit unter dem Klassendurchschnitt lag, hat seine Sachen nicht auf dem Tisch liegen und unterhält sich ungeniert mit seinem Nachbarn. Ich frage ihn, warum er denn nicht mitschreibe. Er: „Das mache ich nachher mit meiner Nachhilfe.“

Nachhilfe war früher ein Begriff, den man unter gesenktem Blick und mit rotem Kopf flüsternd dem Lehrer nannte. Nachhilfe ist heutzutage eine Freizeitbeschäftigung wie Fußballtraining oder Klavierunterricht. Das lässt vermuten, dass Unterricht so viel schwerer geworden ist, dass nun immer mehr Schüler Nachhilfe haben müssen. Mittlerweile ist er schon so schwer, dass mancher Schüler von der 5. Klasse bis zum Abitur Nachhilfe hat.

Hinter dem Begriff „Nachhilfe“ steckt ein Angebot zu außerschulischem Zusatzunterricht. Dabei soll der Schüler kurzfristige Defizite in einem oder mehreren Fächern aufarbeiten, um dann selbstständig dem Unterricht folgen zu können. Die Defizite können aus Problemen in der Familie, durch eine längere Krankheit oder aus einem schwachen Vorwissen zum aktuellen Thema entstanden sein.
Daneben gibt es die längerfristige Hausaufgabenhilfe, bei der die Schüler ihre Hausaufgaben machen und diese von erfahrenen Personen überprüft werden.

Häufig vermischen sich diese beiden Hilfen, so dass aus der Nachhilfe eine langfristige Hausaufgabenhilfe mit Tafelbild wird. Und hier setzt meine Beobachtung an: Sonst schwache Schüler melden sich bei den Hausaufgaben und tragen vollständig richtige Lösungen vor, können aber im Laufe der Stunde keinen weiteren Beitrag leisten. Oder sie folgen dem Unterricht nicht oder stören sogar, weil sie das Thema bereits in der Nachhilfe hatten oder es dann am selben Nachmittag noch erklärt bekommen werden. Also warum in der Schule aufpassen?

Gefährlich wirds, wenn der Schüler stört und beim Zurechtweisen meint, er verstehe hier doch eh nix, aber bei seinem Nachhilfelehrer schon, das müsse mir doch komisch vorkommen. Darauf entgegne ich, dass er dort als Einzelschüler auch keine Gelegenheit zum Stören habe. Aber das zeigt schon, in welcher Abhängigkeit der Schüler steckt. Er geht zur Nachhilfe, um dort zu verstehen und stört in der Schule, weil er dort nichts versteht, obwohl er verstehen könnte, wenn er es probierte. Aber der Erfolg durch die Nachhilfe ist zu verlockend.

Auch als Nachhilfelehrer begibt man sich in eine Abhängigkeit. Welcher Nachhilfelehrer fühlt sich nicht geschmeichelt, wenn sein Schützling strahlend sagt, „Und die 3- habe ich nur durch deine Hilfe und deine super Erklärungen bekommen!“ und gleich darauf bittet, doch die Berichtigung gemeinsam zu machen, weil er die Erklärungen nicht verstanden hat. Und da wären ja auch noch die Hausaufgaben… Schon wurde die Nachhilfezeit um einige Monate verlängert.

Eigentlich verdienen beide dadurch: der Nachhilfelehrer hat ein sicheres Einkommen, der Schüler eine fast sichere Garantie, versetzt zu werden. Doch beide sollten darauf achten, dass Nachhilfe darauf abzielt, möglichst kurzfristig den Schüler zu unterstützen und ihn beim Lernen zu helfen. Die beste Nachhilfe ist meiner Meinung die, in der Hausaufgaben und Berichtigungen tabu sind und losgelöst vom aktuellen Unterrichtsinhalt Lernmethoden und frühere Lerninhalte geübt werden, damit die Basis für den aktuellen Unterricht geschaffen ist. Schließlich wollen wir ja alle den Schüler zum selbstständigen Handeln erziehen und sich nicht von anderen Leuten abhängig machen lassen.

Welche Erfahrungen mit Nachhilfeschülern habt ihr im Unterricht gemacht?

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Lehrerzimmergeplauder

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„Pädagogik besteht zu einem großen Teil aus Schauspielkunst.“

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Kunst und Mathematik

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Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Mathematik lehren“ befasst sich mit dem Thema „Kunst und Mathematik“. Es wird aus diesen Artikeln deutlich, dass sich Mathematik und Kunst gegenseitig sehr beeinflusst haben. Ich denke hier an Projektionen und die Zeichnungen Dürers zu Kegelschnitten, außerdem Eschers Parkettierungen und unmögliche Bilder (Kunstlehrers Lieblingsspruch: „Papier ist geduldig.“). Doch nicht nur die Mathematik wurde durch die Kunst zur Abstraktion motiviert, auch Maler wurden durch mathematische Formeln wiederum zu Bildern inspiriert. Als Ideensammlung halte ich diese Ausgabe daher für sehr gelungen, da sie viel Anschauungsmaterial bietet. Vielleicht wäre dies auch ein Ausgangspunkt für einen Artikel oder sogar eine Ausgabe zu Schülerbildern, z.B. Lernplakate, Präsentationen in Form von Plakaten oder zeichnerische Darstellung von Formeln und Rechenalgorithmen. Nur so eine Idee.

Anschauliches Material bieten auch Fotos. Viele davon findet man bei Tante Google, wobei man immer das Copyright beachten muss. Bei Flickr findet man viele Bilder, die unter der Creative Commons Licence stehen, d.h. die Bilder sind in bestimmtem Umfang frei verwendbar. Wie dieser Umfang aussieht, muss man bei jedem Bild nachschauen. Das kann von der Nennung des Autors und der Lizenz bis hin zur Unveränderlichkeit des Bildes gehen.

Eine besonders auf Mathematik ausgelegte Sammlung von Bildern haben Christian Spannagel und Ulli Kortenkamp im Rahmen einer uniübergreifenden Veranstaltung mit Studenten erstellt.
Und in der Mathe-Kiste werden in regelmäßigen Abständen Fotos und Bilder veröffentlicht, die zeigen, wie verbreitet Mathematik in unserer Lebenswelt ist.

Oder man begibt sich selbst, mit einem Fotoapparat bewaffnet, auf die Suche nach Mathematik. Vielleicht kann daraus auch ein Matheprojekt mit einer Klasse daraus werden.

Wer kennt noch mehr solcher Seiten?

(Bild: kortenkamp; CC-by-nc-sa 2.0)

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Hörspieltipp: „Panikraum“

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Lehrer im Ruheraum, genannt „Panikraum“. Ein WDR-Hörspiel über typische und weniger typische Gespräche unter Lehrern über Zertifizierungszertifizierung und Schimpfwörter im Unterricht. Sehr hörenswert!

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Leserolle

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Miriam erwähnte eine Leserolle bei twitter. Was ist das denn, fragte ich mich, und suchte bei google nach einer Antwort. Eine Leserolle ist eine Rolle (z.B. Keks- oder Chipsdose), in der Texte und Material zu einem Buch gesammelt werden, alles was darin Platz findet. Sie stellt eine Vorstufe des Portfolios dar. Einerseits werden darin die Ergebnisse der eigenen Lektüre festgehalten, andererseits soll die Gestaltung der Dose und des Inhalts zukünftige Leser anlocken. Ich finde, dass die Leserolle eine tolle Abwechslung zu den üblicherweise geführten Mappen darstellt. Daher möchte ich sie gerne bei einer der nächsten Fremdsprachenlektüren ausprobieren. Hat jemand von euch schon Erfahrung damit gesammelt? Der einzige Nachteil, den ich bisher entdeckt habe, ist, dass ich jetzt viel Chips und Kekse essen muss…

Interactive Lectures

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Wie kann man Schüler am Lehrer-/Schülervortrag beteiligen? Wie kann man sicherstellen, dass die Schüler auch etwas dabei gelernt haben?

Die Website www.thiagi.com stellt unter dem Stichwort „Interactive Lectures“ 36 Übungen vor, die man vor, während oder nach einem Vortrag anwenden kann.
Ich habe mir diese nach Durchführbarkeit durchgelesen:
1. Best summary: Eher etwas für textlastigen denn formellastigen Vortrag. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Motivation, während der Stunde noch (längere) Texte zu schreiben, bei einigen Schülern gegen Null geht, denn sie wissen bereits, wer die richtig guten Texte schreibt. Kurz: nicht alle schüler müssen wirklich etwas tun.
2. Bingo: Finde ich ganz interessant. Neu eingeführte Vokabeln könnten so abgefragt werden (Tafel zu und durch). Das spielerische motiviert die meisten Schüler, und zur Not kann man den Nachbarn fragen, welches Wort der Lehrer erklärt hat. Oder man lässt die Schüler Bullshit-Bingo spielen („Welche Wörter/Begriffe erwartet ihr in diesem Vortrag?“ Welche Wörter sollen sie heraushören?)
3. Bites: Sehr gut zur Binnendifferenzierung (Abfragen von Daten vs. Fragen zum Hintergrundwissen). Allerdings auch typisch fürs Leseverständnis, also nicht unbedingt etwas Neues.
4. Brainstorming: ohne Worte.
5. Concept Analysis: Fragen nach Vorwissen oder Einstellungen zum Thema. Naja, auch nichts Neues.
6. Crossword Lecture: Klappt auch sehr gut mit neuen Vokabeln.
7. Debrief: kurz: Klassendiskussion. Fällt bei mir nicht unter Vortrag.
8. Dyads and Tryads: wie 3., nur dass man für richtige Antworten Punkte bekommen kann.
9. Eg-Hunt: Auch nicht Neues.
10. Essence: Schreibübung. Von der Zusammenfassung zum Blogeintrag zum Spickzettel zum Twittereintrag, und dann nochmal die Wortzahl reduzieren. Auch gut zur Wiederholung kurz vor Klassenarbeiten.
11. Fictional Case Study: Erinnert mich an die Badewannenfunktion. Der Graph einer Funktion, die zur Zeit t den Wasserstand in einer Badewanne angibt, soll beschrieben und eine Geschichte drumherum entwickelt werden. Hier soll aus einem Prozessdiagramm eine mögliche Befragung, eine Geschichte erzählt werden. Finde ich auch für den Fremdsprachenunterricht eine schöne Idee, zumal sie sich auch für Schreibübungen anbietet. „Schreibe einen möglichen Abwimmelungsdiagog für Werbeanrufer!“
12. Fish Bowl: Sehr aktuell in der Referendariatsausbildung und in den Methodensammlungen, daher sage ich dazu mal nix.
13. Glossary: Schön, Vokabeln mal anders. Neue Wörter, die die Schüler aber erkennen können, sollen erklärt werden. Allerdings auch nicht wirklich neu, jedenfalls in den Fremdsprachen. Für Mathe kann ich es mir gut zur Wiederholung vorstellen.
14. Idea Map: Das Auffinden der wichtigsten Informationen muss vorher geübt sein, sonst wird die Struktur schnell unübersichtlich. Ich finde allerdings, dass das eher in die Rubrik Zusammenfassung gehört, da es ja weniger interaktiv ist, sondern reine Informationsaufnahme. Und ein Spiel ist es erst recht nicht.
15. Intelligent Interludes: Sinn macht das nur, wenn die Art der Notiz auch etwas mit dem Inhalt zu tun hat, also z.B. etwas Musikalisches, wenn es um Klänge geht. Sonst ist dies nur Schreiben des Schreibens wegen. Auch nicht interaktiv.
16. Intelligent Interruptions: Oft gemacht, daher als nette Idee verpönt: „Hans-Peter, was habe ich eben erzählt? Tja, pass lieber auf und quatsch nicht mit deinem Nachbarn!“
17. Interactive Story: Typische Reading Activity. Zwar interaktiv, aber nicht neu.
18. Interpreted Lecture: „Erkläre mit deinen eigenen Worten.“ Nicht neu.
19. Item List: Schön. Noch besser: Schüler die Begriffe erklären lassen, die sie bereits kennen. Dann ist ein Anknüpfungspunkt zu Bekanntem vorhanden.
20. Job Aid: Typisch für Deutsch und Fremdsprachen. Auch nicht neu.
21. Multilevel Coaching: Noch besser: Gruppenpuzzle.
22. One, Two, Four: zu deutsch Think Pair Share.
23. Press Conference: Sehr nette Idee, besonders wenn Texte vorher vorbereitet oder über eine bekannte Person Informationen herausgesucht wurden.
24. Question Cards: War das nicht schon bei 8.?
25. Questionnaire Analysis: Der Zettel machts – Fragebogen statt Karten. Also wieder 8.
26. Rapid Reflection: Keine neue Idee, sich in einer kurzen Pause eine kurze Notiz zu machen.
27. Selected Questions: Klasse! Ich stelle mir den Vortrag so vor: Die Titelfolie ist eine Mindmap, von der aus man zu den nächsten Folien springen kann. Genau das ist doch eine nichtlineare Wissensvermittlung.
28. Shouting Match: Das Geschrei kann ich mir in einer 8. Klasse gut vorstellen – irgendwie möchte ich mir das aber nicht vorstellen…
29. Slide Sets: Besonders als Übung geeignet, bevor mitgeschrieben werden soll. So können die Schüler lernen, Wichiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
30. Superlatives: Nette, schnell durchführbare Idee.
31. Table Talk: Das ist kein Vortrag, sondern eine Gruppenarbeit mit anschließender Präsentation und Auswertung.
32. Talk Show: Auch kein Vortrag. Dafür eine gute Idee, wenn bereits kontroverse Ansichten erarbeitet wurden und nun abschließend diskutiert werden sollen. siehe Fish Bowl
33. Team Quiz: Zwischenfragen waren schon mehrmals.
34. Teamwork: zu deutsch Gruppenpuzzle.
35. True or False: Typische Aufgabe zum Textverstehen in den Fremdsprachen.
36. Two Minds: Da ist doch wieder das Interview!

Fazit: Ein paar gute Ideen sind in dieser Liste enthalten. Viele eignen sich eher für gesellschaftswissenschaftliche Fächer, einige für den Fremdsprachenunterricht, aber nur wenige auch für den Matheunterricht. Angesichts der Tatsache, dass die Seite aus dem Jahre 2003 stammt, sind auch einige inzwischen sehr bekannte Ideen wie Fish Bowl oder Think Pair Share dabei, aber dennoch ein paar gute Möglichkeiten, die ich in den nächsten Stunden gerne ausprobieren würde.

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Zeitmanagement

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Zieht sich deine Korrektur der Klassenarbeiten auch immer fürchterlich in die Länge? Bleibst du auch bei vielen Aufgaben stecken und grübelst, ob es für die Lösung nicht doch noch einen Punkt mehr geben sollte? Möchtest du nicht lieber in einem Rutsch korrigieren anstatt wahrscheinlich in vier Stunden gerade bei der 2. Aufgabe den Rotstift anzusetzen?

Dann probiere doch mal den InstantBoss aus. Damit kannst du dir ein Zeitlimit setzen, z.B. 20 Minuten pro Aufgabe (für den gesamten Klassensatz), für jede der 6 Aufgaben, mit 2 Minuten (Kaffee-, Toiletten-, Schoko-)Pause. Damit reduzierst du dein großes Ziel, die Klassenarbeit in 2 Stunden zu korrigieren, auf annehmlichere Häppchen von 20 Minuten pro Aufgabe. Für mich ist das riesiger Ansporn, in diesen 20 Minuten auch wirklich mit einer Aufgabe durch zu sein und eine längere Pause zu haben oder schon mit der nächsten Aufgabe zu beginnen, ein Wettlauf gegen die Uhr sozusagen.

Allerdings muss ich dazusagen, dass mein Vorschlag eher etwas für Mathe-, Grammatik- oder Einsetz-Arbeiten ist, bei der man schnell abhaken kann, während das System auf längere Textlösungen schlechter anwendbar ist.

Welche Korrekturtipps habt ihr? Nutzt ihr Software zu schnellen Korrektur?

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Ist das schon LdL?

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Meine 12. hat heute in Gruppen verschiedene Aufgaben zur Flächenbestimmung zwischen Graph und x-Achse (Integralrechnung) bearbeitet. Anschließend sollten sie ihre Lösung präsentieren, diesmal aber nicht im gewöhnlichen „Wie legen unsere Folie auf, lesen unsere Lösung vor und der Rest schreibt mit oder schläft.“ Stattdessen sollten sie nur eine Folie mit dem Graphen auf den OHP legen und die Mitschüler zum Lösen der Aufgabe auffordern. Meine Schüler forderte ich am Ende der Stunde zu einem Feedback auf. Sie fanden die Beteiligung an der Präsentation und das Mitschreibetempo gut. Jedoch sollte dann die Rechnung nicht vollständig aufgeschrieben werden, sondern nur noch Stichpunkte festgehalten werden, damit die Präsentation nicht zu lang wird. Ist diese Form der Präsentation schon LdL? Oder muss etwas Neues auf diese Weise erarbeitet werden?

Ich hatte mit dieser Stunde vor, die Schüler auf die nächste Stunde vorzubereiten. Da möchte ich die neue Aufgabe auf dem OHP zeigen (Fläche zwischen Graphen) und dann die Schüler auffordern, die Moderation zu übernehmen. Das klingt für mich schon eher nach LdL, denn da gibt wirklich etwas zu lernen. Wie seht ihr das?

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