Archiv für den Monat: September 2009

Ferienlektüre

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Ich liebe Bücher. Mein Verlobter erklärt mich zwar jedes Mal für verrückt, wenn ich mir schon wieder ein neues Buch bestellt habe, aber ich kann einfach nicht anders. Und ich hoffe, in den Ferien Zeit für die ein oder andere Lektüre zu haben. Im Moment lese ich „Le voyage d’Hector“ von François Lelord und „Der Hund, der Eier legt“ von Beck-Bornholdt und Dubben. Ersteres natürlich auf französisch. Das Buch handelt davon, dass sich ein Psychiater auf die Reise macht, um eine Antwort auf die Frage zu finden: „Was ist Glück?“ Als Schullektüre ist es desewegen schon zu empfehlen, weil es in einer einfachen Sprache, wie für Kinder, geschrieben wurde. Dadurch erinnert es an „Le petit Prince“.
Das zweite Buch handelt von Fehlern und problematischen Aussagen in Statistiken. Die Autoren, beide Mediziner und Dozenten an der Uni Hamburg, berichten unter anderem von falsch durchgeführten Tests und falschen Eindrücken, die durch eine merkwürdige Veröffentlichungspraxis entstehen. Ein weiteres Buch der beiden habe ich mir für die Ferien vorgenommen, nämlich „Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit“. Ebenfalls in die Rubrik Mathe-Bücher gehört dann auch „So lügt man mit Statistik“ von Krämer. Ein paar Ausschnitte habe ich an der Uni für ein Seminar gelesen. Ich halte manches davon auch für die Oberstufe geeignet, weil man dadurch eben das typische Aufgaben-Rechnen verlässt und sich mit der gängigen wissenschaftlichen Praxis auseinandersetzt. Manchmal ist es erschreckend, was da passiert!
Gestern segelte noch „Einführung in die Krytographie“ von Buchmann auf meinen Schreibtisch. Krytographie und Kryptoanalyse beschäftigen mich neuerdings, seit ich in den Sommerferien „Codes“ von Simon Singh gelesen habe, ein faszinierendes Buch, wie ich finde.

Aber damit meine Ferien nicht nur aus einem halben Mathestudium bestehen, gibts noch zwei „normale“ Bücher. Als erstes „Chagrin d’école“ von Daniel Pennac. Nach mehreren Jugendbüchern, die ich von ihm gelesen habe, möchte ich ihn auf meinem Bücherregal nicht mehr missen, als da stehen: „Comme un roman“, „La débauche (letztes Jahr mit einer 11. Klasse gelesen), „L’oeil du loup“ und „Kamo – L’Agence Babel“. Und außerdem „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann, das mittlerweile zur Basislektüre im Deutschunterricht avanciert ist. Als das Buch vor ein paar Jahren erschien, las ich einen Ausschnitt daraus bei amazon und hielt es für etwas platt geschrieben. Nun gebe ich dem Buch eine zweite Chance.

Aber angesichts der Stapel von Klassenarbeiten, die zu Beginn der Ferien in meinem Zimmer liegen werden, werde ich kaum mehr als zwei dieser Bücher schaffen. Ich werde dann aber darüber berichten.

Kategorie: Diverses, Gelesen | Tags:

Vokabelblog

Veröffentlicht am von 5 Kommentare

Heute haben meinen Kleinen in Französisch wieder einen Vokabeltest geschrieben. Nun frage ich darin nicht nur einzelne Wörter ab, sondern auch ganze Sätze. Gerade mit den Verben tun sie sich aber immer noch schwer. Auch möchte ich, dass sie selbstständig Sätze bilden. Deswegen lautete die zweite Aufgabe, zusätzlich zur Übersetzung einiger Fragen auch passende Antworten zu schreiben. Doch wie kann ich Wortschatzarbeit regelmäßig in den Unterricht einbauen? Am liebsten wäre es, wenn ich sicher wäre, dass die Vokabeln nicht nur für den nächsten Vokabeltest, sondern regelmäßig gelernt werden. Eine Einführung in den Karteikasten hatten wir schon zu Beginn des Schuljahres, und die Karteikarten kontrolliere ich regelmäßig.

Nun kam mir die Idee, einen Blog nur für meinen Französischkurs einzurichten, in dem ich einige neue Vokabeln vorstelle, die im Unterricht eingeführt worden sind und zu denen die Schüler nun als Kommentar Sätze bilden sollen. Die können sie sich dann gegenseitig korrigieren. Das wiederum setzt voraus, dass die Antworten regelmäßig gelesen werden. Oder die Schüler sollen Wörter zu einem bestimmten Thema oder mit einem bestimmten Anfangsbuchstaben aufzählen… Hat jemand so etwas schon mal gemacht und kann daher aus Erfahrung berichten? Machen alle Schüler da regelmäßig mit? Ist der Aufwand im Vergleich zu Wortschatzübungen im Unterricht angemessen?

Ich warte gespannt auf eure Hinweise und Ideen!

Falsche Diagramme

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Gar nicht so einfach, absichtlich Diagramme zu fälschen: Da wird der Kugelschreiber fein säuberlich neben den Karolinien entlang gezogen, auf dass die Abweichung besonders deutlich wird. Die Nichtbeschriftung der Achsen erfordert besondere Aufmerksamkeit, sonst rutscht plötzlich noch die „Anzahl der Schüler“ durch. Die unterschiedliche Einteilung einer Achse muss konzentriert vorgenommen werden, um sich ja nicht zu verzählen. Nur das Vergessen der letzten Säule, das geschah aus Versehen.

Kategorie: Computer, Mathematik, Schule | Tags: ,

Cheat Sheets

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Gerade bin ich auf diese wunderbare Seite mit Postern zu Tastaturkürzeln für diverse Office-Programme gestoßen. Spickzettel sind ja manchmal kunstvoll gestaltet. Aber diese cheat sheets würden sich wirklich gut als Plakat in meiner PC-Ecke machen…

Kategorie: Computer, Diverses | Tags: , ,

Alle Neune!

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Heute ist ein besonderer Tag – der 09.09.09! Grund genug für mich, in meinen 5. eine Neuner-Stunde durchzuführen. Zuerst habe ich ein paar Worte über die Zahl 9 gesagt, dabei auch die Sprichwörter „Alle Neune“ und „Ach du grüne Neune!“ erwähnt. Dann folgte, wie sonst auch, eine Kopfrechenübung (Wiederholung der Grundrechenarten), diesmal aber kam immer die 9 darin vor. Dadurch, dass ich gerade mit den Körpern angefangen habe, folgte eine Beschreibung eines 9-seitiges Prismas. Die Schüler sollten die Anzahl der Ecken, Kanten und Flächen sowie die jeweilige Art der Flächen nennen. Hier schloss sich eine Untersuchung mitgebrachter Körper auf diese Eigenschaften (Ecken, Kanten, Flächen) hin an, die die Schüler präsentiert haben (9 Gruppen). Diese Eigenschaften wurden in einer Tabelle festgehalten. Und als Hausaufgabe gabs die Seite 4*9 im Arbeitsheft.

Den Schülern hats Spaß gemacht. Vor allem hielten sie das neunseitige Prisma für etwas ganz besonderes, und außerdem warteten sie immer darauf, wo als nächstes die 9 auftauchen wird. Schade nur, dass ich nächstes Jahr ein neues Prisma basteln muss, damit es mit dem Datum stimmt (10.10.10 ist eben spannender als 09.09.10).

Kategorie: Mathematik, Schule | Tags: ,

Irrtümer der Notenberechnung

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Lehrer drücken ihre Bewertungen gerne in Noten oder in Kreuzen und Strichen aus. Am Ende des Schuljahres soll daraus die Gesamtnote entstehen, die aus Durchschnittswerten und pädagogischem Einfluss besteht. Gerne wird die Mathematik dahinter als objektiv angesehen, und 3,46 hinterlässt einfach einen tieferen Eindruck als „ungefähr drei“. Aber so wie man gerne in die Statistik-Fallen tappt, so passieren auch dem Lehrer Fehler in der Interpretation des berechneten Wertes. Schnell wird aus 3,46 die Note 3 (ohne den pädagogischen Zusatz), und auch die unterschiedliche Gewichtung der Halbjahresnoten (von den mündlichen Noten ganz zu schweigen) verbirgt so manchen Patzer. Kurt Vogelsberger hat einige häufige Irrtümer der Notengebung aufgegriffen und mathematisch analysiert, und er zeigt uns, dass wir doch etwas genauer über unsere Notengebung nachdenken sollten.

Kategorie: Mathematik, Orga, Schule | Tags: ,