Kategorie-Archiv: Informatik

Klicken und Entdecken

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Andreas Kalt stellt die Problematik dar, Textverarbeitung-, Tabellenkalkulations-, Präsentations- und andere Software im Unterricht zu vermitteln. Werden Klickanleitungen ausgegeben, dann werden diese abgearbeitet, ohne sich mit dem (meist) durchdachten Aufbau einer Software auseinanderzusetzen. Steigt man dann von Word auf Writer oder von einer älteren Version auf eine aktuellere um, passen die Klickanleitungen schon nicht mehr. Doch ganz ohne Schritt-für-Schritt-Anweisung geht es nicht, wenn man Anfänger (und das sind z.B. 5.Klässler in Excel durchaus) mitnehmen will.

Also habe ich mich für ein angeleitetes Erkunden entschieden. Zuerst zeige ich grundlegende Funktionen Schritt für Schritt oder gebe diese auf einem Arbeitsblatt (digital oder ausgedruckt) aus. Dann folgen Forschungsaufgaben: „Was passiert, wenn man auf diesen oder jenen Button klickt?“ oder „Gibt es einen Button in dem Menü, der dieses oder jenes bewirkt?“ zusammen mit dem Hinweis, dass man alles rückgängig machen kann. Dies füllt einen großen Teil der Doppelstunde aus, und jeder arbeitet in seinem Tempo (Binnendifferenzierung FTW!).

Für das Einfügen und Bearbeiten von Bildern in Word sieht das dann zum Beispiel so aus (Grundlage ist der Märchentext zu den Bremer Stadtmusikanten, in dem schon das Bild eines Esels eingefügt ist):

Clipboard02 Clipboard03

Bilder Einfügen als .docx
Bilder Einfügen als .pdf

 

Kategorie: Computer, Informatik, Schule

Informatik im neuen Schuljahr

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Endlich. Ferien. Zeit für einen Rückblick auf die letzten Wochen.

Ich darf nun offiziell in Niedersachsen Informatik unterrichten, das Fortbildungszertifikat und alle Unterschriften zu den bestandenen Prüfungen wurden Ende Juni im Kultusministerium zu Hannover überreicht. Das KM ist natürlich abgesichert, da darf nicht jeder rein, nur die Eingeladenen und nur mit Vorlage des Personalausweises. Ansonsten war die Veranstaltung geprägt durch Reden unserer Dozentinnen und unseres Dozenten, des KM und der Uni Göttingen, anschließend gab es Kaffee und Tee. Unsere Ausbildung war schon etwas Besonderes, das darf auch gerne immer wieder betont werden, das unterstrich die Zeugnisübergabe auch.

Um die Anerkennung zum Master (Drittfach Informatik) muss sich nun jeder selbst kümmern, das soll aber mit den ganzen Unterschriften (jede Prüfungsleistung wurde von der Uni dahingehend überprüft, ob sie auch den universitären Maßstäben genügt) kein Problem sein. Ist nur wieder ein bisschen Verwaltungsaufwand.

An der Schule läuft es mit der Informatik richtig gut. Jetzt hat der zweite Durchgang in Klasse 5 mit der Pflicht-AG begonnen, ein halbes Jahr lernen sie die Grundlagen im Umgang mit dem Computer sowie Elemente der Informatik kennen. Unser schulinternes Curriculum orientiert sich dabei am KC: Aufbau des Computers, Grundlagen in Excel und Word, Bildbearbeitung, -codierung und Bilderrechte, Aufbau des Internets und Internetrecherche sind unsere Themen. Die Programmierung/Algorithmik haben wir ausgelassen, weil dafür keine Zeit mehr war. Zusammen mit der Teilnahme am Biber-Wettbewerb haben wir meiner Meinung nach einen guten Überblick über Informatik vermitteln können.

Die Schüler der 5. und 6. Klassen, die sich noch mehr für die Arbeit am PC interessieren, haben nun seit zwei Jahren die Möglichkeit, an der AG Spielprogrammierung mit Scratch teilzunehmen. In diesem Jahr hatten wir schon über 30(!) Anmeldungen, so dass eine zweite Gruppe eingerichtet wurde. Die erfahrenen 6.-Klässler helfen nun den 5.-Klässlern bei der Umsetzung ihrer Ideen und Handlungen, und ich bin jetzt schon gespannt, welchen neuen Spiele wir bei unserem Schnuppernachmittag (unser Tag der offenen Tür) den Viertklässlern und ihren Eltern zeigen können. Aber auch in der AG-Stunde findet sich immer wieder Zeit, die selbstprogrammierten Spiele der Mitschüler auszuprobieren, was die AG sicherlich auch so faszinierend macht.

Für die älteren Schüler wird es schon erheblich schwieriger, einen Termin für eine AG zu finden, vor der 9. Stunde geht da nichts mehr! In der Oberstufe brauche ich sogar vor der 10. Stunde nichts anzubieten. Mit der erhöhten Stundenzahl wächst ja die Menge der Tests und Klassenarbeiten. Da schwindet das Durchhaltevermögen in der AG im Laufe des Halbjahres, manche überlegen es sich wahrscheinlich schon vorher, ob sie ein halbes Jahr lang noch eine Stunde länger in der Schule bleiben wollen. Deshalb probiere ich nun ein geteiltes Halbjahr für die AGs ab Klasse 7 aus. Das bedeutet, dass zuerst eine sechswöchige Einführung in die Webseitenprogrammierung mit HTML und CSS läuft und ab Dezember eine Einführung in die Appletprogrammierung mit Java. Die AGs sind auf diese Weise im Stundenumfang überschaubar, und man kann so mehrere Themen kennenlernen. Im zweiten Halbjahr kann ich dann an diese AGs anknüpfen oder einen neuen Durchgang starten, je nach Interesse.

Auch mein Seminarfach hat jetzt im zweiten Durchgang einige Änderungen erfahren. Beim ersten Mal hatte ich noch Informatik als Thema nicht weiter eingeschränkt und bin dann auf Interessen des Kurses eingegangen. Das hat zu sehr unterschiedlichen Themen geführt, die manchmal nur oberflächlich angerissen werden konnten. Diesmal rücke ich das Internet von Anfang an („Das Internet – gestern, heute, morgen“)  in den Vordergrund, nicht zuletzt auch weil hier viel praktisch gearbeitet werden kann. Neben der Vermittlung der wissenschaftspropädeutischen Grundlagen für die Facharbeit wird es um den Aufbau des Internets, die Webseitenprogrammierung und die Sicherheit im Internet gehen, vielleicht auch ein wenig Datenbanken und SQL, aber das erst im dritten Semester. Das Programmieren mit Scratch werde ich wohl nicht wiederholen, stattdessen eher ein wenig JavaScript, wenn die ersten HTML-Kenntnisse vorhanden sind.

Doch neben den AGs und dem Seminarfach, die ich gerne anbiete, würde ich es aber sehr schätzen, wenn Informatik in Niedersachsen Pflichtfach werden würde. Das deutet sich hier gerade an, wahrscheinlich in Klasse 9 und 10 mit je einer Stunde. Das ist nicht viel, aber ein Anfang. Die Projekte, die die Schüler noch zusätzlich zu ihrem normalen Schulpensum durchführen, würden dann im normalen Stundenplan laufen. Und bestimmt werden sich mehr Schüler dafür entscheiden, Informatik als Naturwissenschaft in der Oberstufe zu wählen und auf diese Weise sich mit der sie umgebenden Informatik auseinanderzusetzen.

Auch dafür wird G9 hoffentlich gut sein.

Kategorie: Informatik, Schule

Sprintstudium Leistungsnachweise

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Als Ergänzung zu den Erwartungen ans Sprintstudium liste ich hier die Leistungsnachweise auf, die ich im Laufe der Zeit erwerben musste. Die Klausuren dauern jeweils zwei Stunden, die Hausarbeiten nehmen mehr Zeit in Anspruch, ca. 2-3 Wochen in den Ferien (darin ist die Nachbereitung des letzten Moduls nicht eingerechnet).

Modul Thema Leistungsnachweis
Vormodul Algorithmik mit Scratch, BYOB und Java
Modul 1 Objektorientierte Programmierung, Datenstrukturen, UML Programmieraufgabe in BYOB, Klausur
Modul 2 Didaktik I Unterrichtsentwurf (10-15 Seiten)
Modul 3 Technische Informatik Klausur
Modul 4 Theoretische Informatik I Programmieraufgabe (Compilerbau) mit Java, Klausur
Modul 5 Datenbanken, Informatik und Gesellschaft Klausur
Modul 6 Graphen und Rechnernetze Mehrteilige Hausaufgabe (in den Sommerferien)
Modul 7 Codierung und Kryptographie Klausur
Modul 8 Theoretische Informatik II, Nebenläufigkeit Klausur
Modul 9 Didaktik II Unterrichtsentwurf (10-15 Seiten)
Kategorie: Informatik | Tags:

Sprintstudium Modul 9 – 3. Tag

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Okay, das war jetzt sehr spät. Aber so ganz ohne Abschluss will ich meinen Bericht hier nicht lassen.

Wir waren ja immer noch beim Thema Didaktik. Und am Tag zuvor waren wir auf dem TILL gewesen, den wir nun besprachen. Danach diskutierten wir noch über zwei Vorträge (Kreativität im Informatikunterricht und Informatik im Kontext). Tja, und dann war es auch schon vorbei, das letzte Modul.

Aber halt, ganz vorbei war es dann doch nicht. In den Ferien musste ich noch einen Unterrichtentwurf verfassen, über Bildcodierung in der 5. Klasse. Da habe ich mal wieder festgestellt, dass ich Hausarbeiten gar nicht mag, also die, die ich selber schreiben muss. Ich schreibe lieber eine Klausur. Doch diesmal habe ich die Hausarbeit nicht nur mit Word geschrieben (jaja, böse, LaTeX ist besser und so, ach drauf gepfiffen), sondern auch die Formatvorlagen für das automatisch erstellte Inhalts- und Quellenverzeichnis genutzt, was seeehr praktisch war. Das werde ich in meinem nächsten Seminarfach unbedingt erwähnen. Und während des Schreibens habe ich gemerkt, dass es so viele Themen gibt, die ich unbedingt einmal unterrichten oder als Projekt durchführen möchte. Oder auch vertieft erforschen.

Tja, nun ist auch diese Hausarbeit fertig und abgeschickt. Nun heißt es warten. Auf die Bewertung der letzten Klausur und der Hausarbeit. Vielleicht auf eine letzte offizielle Abschlussfeier. Und auf die Möglichkeit, aus der Qualifikation einen Masterabschluss (nur eine Formalität, keine Fortsetzung des Studiums) zu machen.

Der nächste Durchgang hat bereits gestartet. Ich hoffe, sie haben alle neben dem vielen Lernen so viel Spaß wie wir! Ich wünsche es ihnen!

</Sprintstudium>

Kategorie: Informatik | Tags:

Sprintstudium Modul 9 – 2. Tag

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Eigentlich stimmt der Titel nur zeitlich, denn wir waren heute nicht in der Uni, sondern beim Tag der Informatiklehrerinnen und -lehrer, kurz TILL, der dieses Jahr in Göttingen im Hainberg-Gymnasium stattfand. Nach der Begrüßung durch den Vorstand der GI-IBNB (Lehrergruppe der GI für Niedersachsen und Bremen) und durch den Schulleiter folgte Herr Modrows Vortrag „Macht Informatik Freude?“. Als Antwort darauf folgte im zweiten Vortrag eine Präsentation von interaktiven Spielideen mit Scratch einerseits und Smartphone, Lego WeDo, XBox Kinect, Makey Makey, Arduino und Picoboard als Eingabegeräte. Im zweiten Workshop hatte ich die Möglichkeit, solche Spielideen mit Hilfe der Android App „Scratch Sensors“ mal auszuprobieren. Ich kann mir auch gut vorstellen, das ein oder andere sensorgesteuerte Spiel in meiner AG umzusetzen, da hier nur wenige Kosten, wenn überhaupt, anfallen.
Im ersten Workshop ging es um Informatik mit Minecraft.Edu. Hier sehe ich das Problem, dass, wenn nicht gerade viele Schüler eine eigene Minecraft-Lizenz besitzen, diese recht teuer erworben werden müssen.
Morgen ist der allerletzte Tag im Sprintstudium.

Sprintstudium Modul 9 – 1. Tag

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Das letzte Modul, die letzte Klausur (die über P-NP und Semaphoren). Komisch, dass das Sprintstudium nun fast vorbei ist und keine Klausur mehr folgt, sondern nur noch eine Hausarbeit über eine Unterrichtssequenz.
Das letzte Modul ist das 2. Didaktikmodul. Heute wurden die Unterrichtssequenzen vorgestellt. Viele tolle Ideen waren dabei, die ich gerne ausprobieren würde, wenn… Ja wenn ich in der Oberstufe richtig Informatik unterrichten würde. Natürlich hat das Seminarfach Spaß gemacht, weil ich alles einfach mal ausprobieren konnte, ohnean ein KC gebunden zu sein. Und das Feedback des Kurses bestätigt mich darin, dass das viele praktische Arbeiten genau richtig war. Aber manchmal sind die vertiefenden Hintergründe dabei etwas zu kurz gekommen. Und dies wäre wohl im Informatikunterricht besser. Aber ich schweife ab.
Ich wollte ja eigentlich ein paar Unterrichtsideen vorstellen: QR-Codes für Arme, Logikschaltungen mit Minecraft, Netzwerke selber erstellen, Bildbearbeitung mit Java programmieren. Hat mir sehr imponiert, ist aber alles ab Klasse 10. Da bin ich mit meiner Einheit über Bildcodierung in Klasse 5 sehr aus dem Rahmen gefallen.
Morgen berichte ich vom TILL (Tag der Informatiklehrerinnen und -lehrer), auch bei twitter mit dem Hashtag #till14.

Kategorie: Computer, Informatik | Tags:

Sprintstudium Modul 8 – 3. Tag

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Themen heute: Parallelität und Nebenläufige Prozesse.
Werkzeuge: Java, JavaHamster und snap! (letzteres wegen seiner neuen Funktionen, alles aber noch beta, daher noch recht instabil)
Scratch/BYOB wurde nur kurz erwähnt, da diese Nebenläufigkeit eh beherrschen und Schüler diese hier intuitiv nutzen.
Kennengelernte Darstellungsform: Petrinetze

Im nächsten (und letzten) Modul geht es wieder um Didaktik. Diesmal sollen wir eine Stunde oder eine kurze Sequenz vorstellen, die wir selbst durchgeführt haben. Das bedeutet, ich muss fürs nächste Modul sowohl für die Klausur lernen als auch eine Hausarbeit schreiben. Puh!

Sprintstudium Modul 8 – 2. Tag

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Heute ging es um die Berechenbarkeit mit dem Höhepunkt P-NP-Problem. Dazu ein paar Anwendungsbeispiele, darunter den Traveling Salesman.
Daneben wurde gezeigt, wie man die Korrektheit eines Algorithmus prüfen kann und wie man mit dem JavaHamster funktional programmieren kann (der Hamster kann nämlich neben etwas Scratch und Java auch Scheme). Funktionales Programmieren ist gewöhnungsbedürftig, wenn man jahrelang imperativ und objektorientiert programmiert hat. Und die Klammern stören und ergeben unübersichtlichen Code. Aber interessant isses. Und BYOB kann auch funktional (sollte man auch erwarten, wenn Alonzo eine Lambdafrisur hat). Zum Schluss gab es einen kleinen Einblick in die logische Programmiersprache Prolog.

Kategorie: Informatik | Tags:

Sprintstudium Modul 8 – 1. Tag

Veröffentlicht am von 0 Kommentare

Kurz: KlausurTuringTuringTuring. Und Essen. Überhaupt bestehen Fortbildungen immer aus viel Essen. Besonders diese hier.

Dieses Modul, das den zweiten Teil der Theoretischen Informatik darstellt, widmet sich ausführlich den Turingmaschinen. Heute wurde daher mit Kara und AtoCC geturingt, am Ende auch mit snap!, was früher mal BYOB hieß. Und verglichen mit vor einem Jahr komme ich nun ganz gut mit den Turingmaschinen zurecht. Nur die kombinierte Turingmaschine muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen.
Morgen gehts mit der Berechenbarkeit weiter *wink an Herrn Rau, dessen sehr lesenswerten Blogartikel zum P-NP-Problem ich verlinken werde, wenn ich wieder am Rechner sitze*. Mit funktionaler Programmierung. Und Threads. Es bleibt spannend.

7 Dinge, die ich ohne meine Informatik-AG nicht wüsste

Veröffentlicht am von 10 Kommentare
  1. Anführungszeichen unten erhält man durch Komma Komma, weil Shift+2 nur welche oben macht.
  2. Anführungszeichen oben erhält man mit Apostroph Apostroph oder Accent aigu Accent aigu oder Kombinationen daraus.
  3. Vor Punkt und Komma steht immer ein Leerzeichen ,dahinter nicht.
  4. Zeilenumbrüche muss man immer genauso wie im abgetippten Text machen, auch wenn kein neuer Absatz folgt und im abgetippten Text ausdrücklich steht, dass der Vorteil am Computer darin besteht, einfach weiterzutippen, ohne Rücksicht auf ein Zeilenende zu nehmen.
  5. Eigene Tippfehler übersieht man immer, die des anderen findet man immer. Auch Lehrer machen Tippfehler.
  6. 🙂 gehört in einen Ordnernamen wie der Dr. in den Ausweis.
  7. „Finde heraus, wie viele Zeilen und Spalten eine Excel-Tabelle insgesamt hat.“ wird mit Excel2010  zu einer echten Fleißaufgabe, weil bei 45000 nicht mehr Schluss ist.
Kategorie: Computer, Informatik, Schule