Kategorie-Archiv: Computer

Eine Lanze für den Datenschutz

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Datenschutz verhindert das Lernen mit digitalen Medien! Die viele Vorschriften, die als Lehrerin einhalten muss, um nur einmal mit meinen Schülern kollaborativ am Rechner zu arbeiten, schrecklich! Im Prinzip darf ich noch nicht einmal einen Browser öffnen, ohne eine schriftliche Genehmigung bei der Schulleitung eingeholt zu haben. Zugegeben, das ist übertrieben, soll aber die Problematik aufzeigen, in der ich mich als Lehrerin bewege. Einerseits soll ich mit digitalen Medien arbeiten und den Schülern zeigen, wie sie diese für ihr Lernen nutzen und diese kritisch hinterfragen. Andererseits muss ich, wenn ich Schülerdaten digital verarbeite, die Erlaubnis einholen und versichern, dass ich die Daten schütze.

Der Datenschutz ist also doof, weil ich mich nicht frei bewegen kann und nicht alles machen darf, was ich gern möchte, um mir und den Schülern den Schulalltag zu vereinfachen.

Während ich meinen Unterricht vorbereite, lese ich, dass Firma A von Firma B aufgekauft wurde und die Konten von Firma C gehackt wurden. Meine Daten, die ich unbedingt von Firma B fernhalten wollte, liegen nun also dort, und meine Daten von Firma C kann nun jeder einsehen. Na prima, denke ich mir und lösche mein Konto bei Firma B und ändere das Passwort bei Firma C, in der Hoffnung, dass nicht schon wieder ein solches Debakel passiert. Firma D lädt mich zu einer Umfrage ein: Was ich über Umweltschutz denke, bitte E-Mail-Adresse angeben, es gibt auch ein iPad zu gewinnen. Bittedanke.

Naja, bin ja selbst schuld, wenn ich meine Daten überall preisgebe, dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn jeder meine Daten einsehen kann und mein E-Mail-Konto vor Spam überquillt. Und wieso weiß Google bei der Suche nach Gartenmöbeln plötzlich, dass mir Naturholz lieber ist als Kunststoffstühle?

Inzwischen schreitet mein Unterricht zu Datenbanken voran und wir gelangen zur Verknüpfung von Tabellen – ein Einzeiler in SQL. Und aus verschiedenen Quellen erhalte ich zusammenhängende Informationen, die mit großer Wahrscheinlichkeit stimmen.

Nur gut, dass meine Schüler weder bei Firma A noch bei Firma C für die Schule angemeldet waren und auch nicht beim Gewinnspiel der Firma D beteiligt waren, da wäre ich jetzt in Erklärungsnot gekommen. Firma E ist noch ein Nischenprodukt, wirkt etwas altbacken und enthält längst nicht alle Funktionen und das schicke Layout der Firma C.

Während Firma B und C aber leichtfertig mit den Daten ihrer Kunden umgehen, hat sich Firma E mit dem Datenschutz auseinandergesetzt und ihr Konzept nachgebessert, damit es in Schulen verwendet werden kann, trotz erhöhtem Bedienungsaufwand und geringerem Komfort. Dennoch seufzen alle, dass an B und C niemand vorbei kommt, schließlich sind die der Platzhirsch und beinahe jeder Betrieb arbeitet schon damit, wollen wir etwa unseren Schüler dies vorenthalten? Und mal ganz ehrlich, wer will schon mit E arbeiten!

Wie wäre es, wenn wir Lehrer die Datenschützer nicht als Elternteil begreifen, das uns auf die Finger haut und uns alles verbieten will, sondern als unsere Interessensvertreter, die mit Nachdruck bei den Firmen nachbohren, bis die ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und unsere Daten (und vor allem die unserer Schüler) nicht frei in die Welt hinauspusten?

BTW, welches Bild vermitteln wir unseren Schülern, wenn wir davon reden, dass es in den Betrieben gang und gebe ist, dass Mitarbeiter digitale Medien von Google und Co. nutzen, ohne darauf hinzuweisen, dass Betriebe in erster Linie profitorientiert arbeiten?

TLDR: Mach mir eine datenschutzkonforme Software und ich nutze sie. Am besten eine, die alle persönlichen Daten beim Nutzer auf dem PC speichert und nicht in der Cloud auf irgendwelchen fremden Rechnern.

Kategorie: Computer, Schule

Klicken und Entdecken

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Andreas Kalt stellt die Problematik dar, Textverarbeitung-, Tabellenkalkulations-, Präsentations- und andere Software im Unterricht zu vermitteln. Werden Klickanleitungen ausgegeben, dann werden diese abgearbeitet, ohne sich mit dem (meist) durchdachten Aufbau einer Software auseinanderzusetzen. Steigt man dann von Word auf Writer oder von einer älteren Version auf eine aktuellere um, passen die Klickanleitungen schon nicht mehr. Doch ganz ohne Schritt-für-Schritt-Anweisung geht es nicht, wenn man Anfänger (und das sind z.B. 5.Klässler in Excel durchaus) mitnehmen will.

Also habe ich mich für ein angeleitetes Erkunden entschieden. Zuerst zeige ich grundlegende Funktionen Schritt für Schritt oder gebe diese auf einem Arbeitsblatt (digital oder ausgedruckt) aus. Dann folgen Forschungsaufgaben: „Was passiert, wenn man auf diesen oder jenen Button klickt?“ oder „Gibt es einen Button in dem Menü, der dieses oder jenes bewirkt?“ zusammen mit dem Hinweis, dass man alles rückgängig machen kann. Dies füllt einen großen Teil der Doppelstunde aus, und jeder arbeitet in seinem Tempo (Binnendifferenzierung FTW!).

Für das Einfügen und Bearbeiten von Bildern in Word sieht das dann zum Beispiel so aus (Grundlage ist der Märchentext zu den Bremer Stadtmusikanten, in dem schon das Bild eines Esels eingefügt ist):

Clipboard02 Clipboard03

Bilder Einfügen als .docx
Bilder Einfügen als .pdf

 

Kategorie: Computer, Informatik, Schule

Vom Smartphone ans Whiteboard

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Eine sehr schnelle, einfache und kabellose Möglichkeit, Dateien vom Tablet oder Smartphone ans Interaktive Whiteboard zu bekommen, ist snapdrop.net.

Beide Geräte müssen nur im Browser die Seite snapdrop.net aufrufen. Wenn beide Geräte sich gegenseitig erkannt haben, muss man nur einmal kurz auf dem sendenden Device klicken, kann dann Text, ein Foto oder ein Video laden, und ein paar Sekunden später erscheint auf dem empfangenden Gerät ein Link, über den man die Daten herunterladen kann. So kann man sein Smartphone als Dokumentenkamera nutzen und Schülerlösungen schnell an der Tafel anzeigen lassen, um diese in einem Bildbearbeitungsprogramm oder der IWB-Software zu bearbeiten.

Vom iPad aus klappte es im mitgelieferten Browser sofort, auf dem Android-Smartphone nur über Firefox, warum auch immer.

Kategorie: Computer, Schule

Quelle: Internet

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Die Spam-Kommentare nehmen Überhand, es wird also Zeit für einen neuen Beitrag, sozusagen der Spamverhinderungsbeitrag. Wir sind also wieder bei G9 (Juchu!) und wir bieten wieder Klassenfahrten an (Juchu!). Und wir haben immer noch keinen Informatikunterricht (Ooooooh!).

Aber ich bin gerade wieder in einer 5. Klasse mit meiner Informatik-AG. Dort ging es neulich um die Frage, woher eigentlich der Computer weiß, dass 7+8=15 ist. Ein bisschen naiv, die Frage, nunja. 5. Klasse eben. Als Schülerantwort kam vor allem, dass der Computer die Informationen aus dem Internet bezieht. Oder dass Menschen dem Computer schon alles beigebracht (i.e. eingespeichert) haben. Große Datenbanken also. Das ist also die Vorstellung, die Kinder (und sicherlich auch viele Erwachsene) von Computern haben. Etwas irritierend war dann wohl mein Hinweis, dass das, was sich die Schüler unter dem Internet vorstellen (nämlich das „WWW“), erst seit knapp 1990 existiert, Computer aber schon seit ca. 1950. Dass also der Computer 40 Jahre lang seine Informationen ohne das Internet bezogen haben muss. Schüler so: WAAAAS? Seit wann gibt es denn Google? Instagram? WhatsApp? Nicht schon seit 1890 (!)? Wie kann ein Schüler also diesen Konflikt lösen?

Der Computer muss das wohl von ganz allein lösen können. So kamen wir also zu den Prozessoren und der Frage, was sich hinter dem schwarzen Kasten (vulgo: Rechner) verbirgt, wenn der Prozessor gerade mal in eine Handfläche passt, aber noch so viel Platz übrig ist. Ob Laptops auch einen Lüfter besitzen? Und Smartphones?

Ich denke, da sind viele Gedanken angestoßen worden, gemessen an der Zahl der Fragen, die gestellt wurden. Und mir bestätigt dies, dass Informatik in Klasse 5 durchaus Sinn macht. Mir genügt schon, dass die Kinder nach einem halben Jahr den Nutzen der Installation eines Treibers erkennen und dass der Rechner eben selbst rechnet, und der Browser nicht das Internet ist. Damit durchschauen sie wenigstens die Grundzüge des Rechners und vermuten nicht die hintergründige Zauberhand.

Nun werde ich also zum ersten Mal Zehnjährigen ein Assembler-Programm vorstellen.

Kategorie: Computer, Schule

Sprintstudium Modul 9 – 2. Tag

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Eigentlich stimmt der Titel nur zeitlich, denn wir waren heute nicht in der Uni, sondern beim Tag der Informatiklehrerinnen und -lehrer, kurz TILL, der dieses Jahr in Göttingen im Hainberg-Gymnasium stattfand. Nach der Begrüßung durch den Vorstand der GI-IBNB (Lehrergruppe der GI für Niedersachsen und Bremen) und durch den Schulleiter folgte Herr Modrows Vortrag „Macht Informatik Freude?“. Als Antwort darauf folgte im zweiten Vortrag eine Präsentation von interaktiven Spielideen mit Scratch einerseits und Smartphone, Lego WeDo, XBox Kinect, Makey Makey, Arduino und Picoboard als Eingabegeräte. Im zweiten Workshop hatte ich die Möglichkeit, solche Spielideen mit Hilfe der Android App „Scratch Sensors“ mal auszuprobieren. Ich kann mir auch gut vorstellen, das ein oder andere sensorgesteuerte Spiel in meiner AG umzusetzen, da hier nur wenige Kosten, wenn überhaupt, anfallen.
Im ersten Workshop ging es um Informatik mit Minecraft.Edu. Hier sehe ich das Problem, dass, wenn nicht gerade viele Schüler eine eigene Minecraft-Lizenz besitzen, diese recht teuer erworben werden müssen.
Morgen ist der allerletzte Tag im Sprintstudium.

Sprintstudium Modul 9 – 1. Tag

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Das letzte Modul, die letzte Klausur (die über P-NP und Semaphoren). Komisch, dass das Sprintstudium nun fast vorbei ist und keine Klausur mehr folgt, sondern nur noch eine Hausarbeit über eine Unterrichtssequenz.
Das letzte Modul ist das 2. Didaktikmodul. Heute wurden die Unterrichtssequenzen vorgestellt. Viele tolle Ideen waren dabei, die ich gerne ausprobieren würde, wenn… Ja wenn ich in der Oberstufe richtig Informatik unterrichten würde. Natürlich hat das Seminarfach Spaß gemacht, weil ich alles einfach mal ausprobieren konnte, ohnean ein KC gebunden zu sein. Und das Feedback des Kurses bestätigt mich darin, dass das viele praktische Arbeiten genau richtig war. Aber manchmal sind die vertiefenden Hintergründe dabei etwas zu kurz gekommen. Und dies wäre wohl im Informatikunterricht besser. Aber ich schweife ab.
Ich wollte ja eigentlich ein paar Unterrichtsideen vorstellen: QR-Codes für Arme, Logikschaltungen mit Minecraft, Netzwerke selber erstellen, Bildbearbeitung mit Java programmieren. Hat mir sehr imponiert, ist aber alles ab Klasse 10. Da bin ich mit meiner Einheit über Bildcodierung in Klasse 5 sehr aus dem Rahmen gefallen.
Morgen berichte ich vom TILL (Tag der Informatiklehrerinnen und -lehrer), auch bei twitter mit dem Hashtag #till14.

Kategorie: Computer, Informatik | Tags:

c’t im Unterricht 19-2013 bis 23-2013

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19-2013:
  1. S.78-81: „Coins für alle Fälle“ – Was Bitcoins sind und wie sie genutzt werden
  2. S.108-115: „Zum perfekten Bild“ – Ein Workshop zur Fotokorrektur
  3. S.154-156: „Super-Phishing-Angst-Maschine“ – Wie man Phishing erkennt (auch für Fortgeschrittene)
  4. S.184: „Flugschule“ – Papierflieger basteln, ganz wichtig für Physik (Auftrieb, Gleitfähigkeit) und Mathe (Senkrechte, Parallelen, Symmetrien)
20-2013:
  1. S.172-173: „Präziser finden“ – Ein paar nützliche Tricks für die Suche mit dem Windows Explorer
22-2013:
  1. S.136-142: „Privatsache E-Mail“ – Ein Workshop zum Verschlüsseln und Signieren mit PGP
23-2013:
  1. S.118-125: „Retro aktuell“ – PacMan für den Browser selbst programmieren
  2. S.144-147: „Fingerabdruck^2“ – Biometrie und Zwei-Faktor-Anmeldung in der Realität

c’t im Unterricht 16-2013 bis 18-2013

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16-2013:
  1. S.66f: „Perfektionisten mit Spezialbegabung“ – Autisten als IT-Spezialisten
  2. S.68-74: „Klartext – Irrtümer in Sachen Netzneutralität“
17-2013:
  1. S.15 und S.74: Schlagseite + „Facebook findet dich“
  2. S.75-79: „Roboter machen Schule“
  3. S.102-115: „Malen mit Zahlen“, „Zahlenschrauber“ – Werkzeuge zur Datenvisualisierung jenseits von Excels Tortendiagrammen
  4. S.154-159: „Was ihr so meint – Mit Kommentaren im eigenen Blog umgehen“
18-2013:
  1. S.16-18: „Verpfuschte Verschlüsselung“ – SSL mit Forward Secrecy (mit etwas Diffie-Hellman)
  2. S.76-83: „Vom Sand zum Chip“ – Wie ein moderner Prozessor(-chip) entsteht. Sehr lesenswert, da umfangreich. Ein Video darüber finde ich zwar besser, aber die Grafiken sind hier super.
  3. S.90-95: „Power-Point kann auch anders“ – Wie man besser (nicht) präsentiert
  4. S.96-103: „Präsentieren ohne Grenzen“ – Ein Einstieg in Prezi

7 Dinge, die ich ohne meine Informatik-AG nicht wüsste

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  1. Anführungszeichen unten erhält man durch Komma Komma, weil Shift+2 nur welche oben macht.
  2. Anführungszeichen oben erhält man mit Apostroph Apostroph oder Accent aigu Accent aigu oder Kombinationen daraus.
  3. Vor Punkt und Komma steht immer ein Leerzeichen ,dahinter nicht.
  4. Zeilenumbrüche muss man immer genauso wie im abgetippten Text machen, auch wenn kein neuer Absatz folgt und im abgetippten Text ausdrücklich steht, dass der Vorteil am Computer darin besteht, einfach weiterzutippen, ohne Rücksicht auf ein Zeilenende zu nehmen.
  5. Eigene Tippfehler übersieht man immer, die des anderen findet man immer. Auch Lehrer machen Tippfehler.
  6. 🙂 gehört in einen Ordnernamen wie der Dr. in den Ausweis.
  7. „Finde heraus, wie viele Zeilen und Spalten eine Excel-Tabelle insgesamt hat.“ wird mit Excel2010  zu einer echten Fleißaufgabe, weil bei 45000 nicht mehr Schluss ist.
Kategorie: Computer, Informatik, Schule

#edchatde von außen

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Kategorie: Computer, Diverses, Schule